Volleyball RHEINPFALZ Plus Artikel Feriencamp beim TuS Heiligenstein

Die Grundlagen müssen stimmen: Workshop beim TuS Heiligenstein.
Die Grundlagen müssen stimmen: Workshop beim TuS Heiligenstein.

Eine Jungenmannschaft hat der TuS Heiligenstein gerade nicht auf dem Trainingsplan. Das kann sich ändern. Der Workshop, der am Mittwoch in der Rhein-Pfalz-Halle Römerberg startete, könnte eine gute Basis sein.

Max Russ ist 18 Jahre jung. Im Juli 2023 machte er seinen Trainerschein. Der Hans-Purrmann-Gymnasiast stieg schon im Grundschulalter ins Volleyball ein. Aktiv spielt er jetzt nicht mehr. Dafür steckt er sich neue Ziele im TuS. Um die zu formulieren, blickt Russ erst einmal im Gespräch mit unserer Zeitung zurück.

Team aufbauen

„Ich habe selbst mit den Jungs im Verein gespielt. Irgendwann wurde die Mannschaft aufgelöst, und die meisten gingen zum TSV Speyer. Ich fand es sehr schade, dass es bei uns kein Jungen-Team mehr gab“, erzählt der engagierte Abiturient. Aus dem Gedanken heraus möchte er dem TuS nun wieder zu einer Jungen-Mannschaft verhelfen.

Russ erklärt die Motivation. „Ich hab gemerkt, dass es mir Spaß macht, anderen zu zeigen, wie Volleyball funktioniert und die Erfolge dann zu sehen.“ Nicht verwunderlich ist demnach, dass sich Russ beim Workshop des TuS in den Herbstferien gerade den Jungs widmet, die erstmals einen Volleyball in die Hand nehmen.

Basics vermitteln

„Wir möchten ihnen den Grundgedanken des Spiels vermitteln und in den drei Tagen Workshop die wichtigsten Basics beibringen“, sagt Russ. Hinter dem „wir“ stecken weitere Trainierende aus dem Verein. Dass die alle aus der eigenen Jugend stammen, macht Hauptorganisator Jörn Schwab stolz. Während die 32 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 13 Jahren in der Halle sowohl körperlich als auch untereinander warm werden, schnippelt er im Foyer Berge von Obst zum Snacken zwischendurch.

Alte Erfolge

„Das ist der erste Workshop nach Corona“, lenkt Schwab ein. Froh ist er, dass der TuS damit an den Erfolg vor der Pandemie anknüpft. Werbung in Schulen und Mundpropaganda sorgten für die Teilnehmer. 13 der Angemeldeten sind pure Anfänger. Schwab hofft, bei ihnen das Volleyball-Fieber zu wecken. Wie viele generell bei Workshops hängen bleiben, weiß er nicht so genau.

Geschätzt geht’s: „Ich denke, in der Regel bleiben zwei dabei.“

Auf dem jeweiligen Leistungsniveau versammelt sich der Nachwuchs beim Workshop. Greta Vogel, Stellerin in der ersten Mannschaft, übernimmt die leistungsorientierten Mädels. „Wir möchten den Sprung aufs Großfeld üben“, zeigt sie auf, wohin die Reise gehen soll. Bei den Unter-14- und -18-Jährigen sowie in der jüngsten Damen-Mannschaft kommen die Spielerinnen zum Einsatz.

„Der Workshop“, meint Vogel, „bringt viel, weil wir Zeit haben, an Details zu arbeiten“. Dafür nimmt sie die Vorbereitung und die sechs Stunden in der Halle täglich in Kauf. Für Schwab zählt in den drei Tagen vor allem eins: „Wir wollen die Spieler möglichst dauernd in Bewegung halten.“ Vielleicht kommt dann auch Bewegung in Russ Zielvorstellung.

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