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39 Kinder in Bewegung: Am Freitag endet das Camp beim ASV Waldsee.
39 Kinder in Bewegung: Am Freitag endet das Camp beim ASV Waldsee.

Was halten denn die Jungs und vor allem die Mädchen von der derzeit laufenden Frauen-Europameisterschaft? Wir haben beim Feriencamp in Waldsee nachgefragt.

Zusammen gewinnen, zusammen verlieren – das macht für Jona (8) das Fußballspielen aus. „Das ist ein Teamsport“, betont der Teilnehmer im M&M Camp beim ASV Waldsee. Und den beherrschen die deutschen Frauen besser als die Männer, meint sein Mitspieler Oliver. Die beiden Jungs weilen nicht zum ersten Mal beim Camp und bringen auch schon ein paar Jahre Fußballerfahrung mit. „Wir lernen ein bisschen was, und es macht Spaß“, dokumentiert Jona die schöne Seite des Ferienangebots.

Hauptsache Sport

Ziel erreicht, heißt das gleichzeitig für die Ausrichter Markus Regenauer und Martin Tyrala, beide ASV-Trainer und Erfinder des Camps. „Klar sollen die Kinder etwas fürs Spiel mitnehmen. Aber in erster Linie steht die Bewegung im Vordergrund“, zeigt Regenauer auf. Sprich: Ob Fuß-, Hand- oder Völkerball ist egal, Hauptsache, die Jungs und Mädels betätigen sich sportlich.

Das gefällt Norwin, der zum ersten Mal im Camp ist, aber keineswegs erstmals auf dem Fußballfeld. Auch er spielt beim ASV, zwei Jahre G- und ebenso viele bei der F-Jugend zählt er auf. In seiner Gruppe befinden sich nur Jungs. Aus dem Training kennt Norwin das anders. „Wir hatten auch schon Mädchen“, sagt er.

Wissbegierige Mädels

Die Frauen-Europameisterschaft verfolgt der Jungspieler aber nicht. Dafür gibt Oliver ein Statement ab: „Ich fand die Frauen besser als die Männer. Sie haben viel mehr abgespielt. Nur die Schüsse haben gefehlt.“ Ein bisschen was abschauen von den Nationalspielerinnen wollen Emma (11), Helen (14) und Marie (12).

„Die Schusstechnik kann man lernen und wie man sich auf dem Platz bewegt“, meint Helen. Ein paar Tricks, die sie bei den Fußballerinnen beobachtete, versucht Emma auch beim Camp einzubauen. Helen nutzt die eine Woche auf dem ASV-Gelände, um wieder in den Fußballmodus zu kommen. „Ich war verletzt“, erklärt sie.

Teamgeist zählt

Wie ihre Mitspielerinnen sieht sie fußballspielende Frauen noch nicht in der gleichen Position wie die Männer. „Jungs sind manchmal schon unfair“, berichtet Helen. Dass Mädchen nicht Fußballspielen können, hörte sie schon oft. „Dann zeigen wir ihnen, was wir draufhaben“, ergänzt Emma. Der Teamgeist ist für alle das Wichtigste.

„Bei uns in der Mannschaft sind wir gefühlt alle Freundinnen“, betont Marie. Kraft daraus zu schöpfen, haben sie schon gelernt. So ist Helen für die Damen bei der EM optimistisch, auch wenn das Spiel gegen Schweden ausbaufähig gewesen sei. „Die Mannschaft steht trotzdem. Sie können es schaffen“, meint die Spielerin des ASV, der bei den Mädchen eine Spielgemeinschaft mit dem FSV Schifferstadt bildet.

Mit 39 Kindern zwischen fünf und 13 Jahren ist das Feriencamp gut besucht, meint Regenauer. Optimal aufteilen ließen sich die Kicker in zwei Gruppen. Die Verpflegung klappt ebenfalls bestens vor Ort. Bis Freitag bringen die Camp-Chefs mit ihrem Team den Nachwuchs noch in Bewegung.

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