Fussball
Feriencamp beim ASV Waldsee
Markus Regenauer und Martin Tyrala, die beiden ASV-Trainer und Macher des Camps, sind um keine Idee verlegen. Zu schätzen wissen das die 16 Jungs, die sich zum Camp in der zweiten Herbstferienwoche in der Rheinauenhalle einfinden. Nur drei Tage statt eine ganze Woche wie im Sommer dauert dieses – ausreichend, um sich drinnen richtig auszupowern, meint Regenauer.
Verschiedene Aktivitäten
„Die Jungs haben Lust, sich zu bewegen, und wir haben Lust, was anzubieten“, begründet er, weshalb sich das Engagement selbst bei der geringen Anzahl an angemeldeten Kindern lohnt. Die Altersspanne ist wieder groß: Zwischen sechs und 13 Jahre zählen die Teilnehmer. Auch dahingehend läuft das Training im Camp anders als in den großen Ferien.
„Diesmal geht es nicht nur um Fußball, sondern darum, viele sportliche Aktivitäten anzubieten“, zeigt Regenauer auf. „Im Herbst geht es bei uns eher um Bolzen und Zusammenhalt“, ergänzt Tyrala. So kommt es, dass der Fußball erst so richtig in den Programmpausen zum Rollen kommt. Dazwischen gibt’s Aktivitäten anderer Art, die nicht weniger Körpereinsatz erfordern.
Kreative Trainer
„Lachen und schwitzen, das ist wichtig“, bringt es Tyrala grinsend auf den Punkt. Das kriegen die Trainer hin, mit Übungen wie Mattenschieben oder Lattenschuss beispielsweise. Gerade geht ein Wettkampf zu Ende, der Schnelligkeit, aber noch mehr Koordination und kognitive Auffassungsgabe verlangte.
„Die Kinder mussten einen Ball auf der flachen Spitze eines Begrenzungshütchens über eine bestimmte Distanz schieben“, erklärt Regenauer. Wer den Ball verlor, begann von vorne. Kopfarbeit ist für Tyrala maßgebend beim Camp. Aber auch die Schulung von Feinmotorik und Agilität betont er: „Wir merken, dass die immer mehr nachlässt.“
Problem Purzelbaum
Regenauer pflichtet ihm bei: „Schwierig war schon die Aufgabe, einen Purzelbaum zu schlagen.“ Persönlichkeitsbildung und Förderung der Teamfähigkeit stecken ebenfalls im Camp-Alltag. „Die Kinder lernen, Probleme miteinander zu lösen“, führt Regenauer aus. Offen für alle sei das Dreitages-Programm. Wie sehr der Nachwuchs das Austoben genießt, zeigt sich am Ende des Tages.
„Dann stehen die Eltern da und warten. Die Kinder könnten ewig spielen“, weiß Tyrala. Das Konzept geht also auf – und die Energiezufuhr stimmt dank des Mittagessens, das die Betreuer großzügig verteilt.