Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Fahrbahnschäden: Halbes Dach und Stübergasse sollen ausgebaut werden

Soll ausgebaut werden: Straße Halbes Dach.
Soll ausgebaut werden: Straße Halbes Dach.

Die Fahrbahnen von Stübergasse und Halbes Dach in der Altstadt sind stark beschädigt. Im Bauausschuss gab’s grünes Licht für Abhilfe. Wie lange werden die Arbeiten dauern?

Ursprünglich bestand der Belag auf beiden Fahrbahnen aus Natursteinen, wie der städtische Mitarbeiter Kai Heger berichtete. Doch mit der Zeit sei der Boden öfter für Leitungsarbeiten aufgegraben worden. Diese Baugruben seien genau wie Schlaglöcher und andere Schäden mit Asphalt statt dem bisherigen Pflaster aufgefüllt worden. Durch die vielen Asphaltplomben ergäben sich Unebenheiten, zudem engten parkende Autos die Fahrbahn ein.

Dem will die Stadt mit einem Ausbau abhelfen: Betonsteinpflaster mit einer rötlichen Natursteinoberseite sollen ein einheitliches Bild ergeben und zudem am Rand durch eine Rinne aus hellgrauem Natursteinpflaster begrenzt werden – analog zu Arbeiten in der Lauergasse vor einigen Jahren. Zudem sei geplant, Parkplätze künftig mit anthrazitfarbenem Betonpflaster zu kennzeichnen. Grünbeete mit Sträuchern und Gewächsen sollen die Fahrbahn einengen. Bäume zu pflanzen sei wegen der Platzverhältnisse nicht möglich. Der Bauausschuss hob einstimmig den Daumen für die Pläne. Abschließend entscheiden muss der Stadtrat im Dezember. „Der Ausbaubedarf ist offensichtlich“, sagte Ausschussmitglied Claus Ableiter (FW). Er regte an, ob nicht wenigstens vereinzelt kleine Bäume gepflanzt werden könnten. Heger sagte, die Abteilungen Stadtgrün und das Grünflächenamt würden in die Planung einbezogen.

Los gehen sollen die Arbeiten voraussichtlich Mitte 2026. Die Stadt plant, sich an Leitungsarbeiten der Entsorgungsbetriebe (EBS) und der Stadtwerke (SWS) anzuschließen. Neue Abwasserhausanschlüsse, Wasser-, Fernwärme- und Stromleitungen sowie Glasfaser sollen bis Ende 2027 verlegt sein und der Straßenbau Anfang 2028 beginnen. Geplant sind laut Stadt fünf Bauabschnitte, drei in der Stübergasse und zwei in der Straße Halbes Dach, jeweils unter Vollsperrung. Das sei nötig, damit Feuerwehr und Rettungsdienste im Ernstfall noch in die Straßen kommen.

Rund 932.000 Euro Baukosten sind angesetzt, von denen SWS und EBS knapp 233.000 übernehmen. 209.700 Euro trägt die Stadt und 489.300 Euro würden über die wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge auf Bewohner der zugehörigen Abrechnungseinheit verteilt. „Das hört sich erst einmal viel an“, so Heger. Allerdings umfasse die Einheit nahezu die komplette Innenstadt, sodass auf jeden Eigentümer ungefähr eine dreistellige oder niedrige vierstellige Summe zukommen werde. Darüber würden die Betroffenen zudem frühzeitig informiert. Auch mit den direkten Anwohnern beider Straßen kündigte die Stadt vor Beginn der Arbeiten noch einen Dialog an.

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