Speyer Für die Bienen
Bevor die Mädchen und Jungen der katholischen Kindertagesstätte St. Kunigunde Dudenhofen gestern Nachmittag zu Schäufelchen und Eimerchen gegriffen haben, wurde erstmal gemeinsam mit den Erzieherinnen gesungen. „Wir feiern heut’ ein Fest ... weil Gott die Bienen liebt“, benannten Groß und Klein den Grund, wegen dem sie im Eingangsbereich der Kita eine Blühfläche anlegten: als Nahrungsquelle für Wildbienen und andere Fluginsekten wie etwa Schmetterlinge.
Nach dem musikalischen Vorspiel steuerten die Mädels und Jungs auf den Anhänger mit braun-schwarzer Erde zu. „Das ist Grünkompost. Der ist nährstoffarm und steril. Damit wird die Wasserspeicherfähigkeit der Fläche verbessert“, teilte Christiane Brell vom Natur- und Vogelschutzverein (NVV) Dudenhofen mit. Der NVV hat den Kompost, das Saatgut für Blühpflanzen wie Wiesensalbei, Moschusmalve und Bunte Kronwicke sowie verschiedene Gehölze der Kita gespendet, wie sie sagte. „Das Projekt ist ein Teil unserer Aktion ,Dudenhofen blüht’“, betonte die Vorsitzende. Kita-Leiterin Karin Geißler bedankte sich bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste der Pflanzaktion außer beim NVV auch bei den Mitarbeitern des Bauhofs der Gemeinde, die in den vergangenen Wochen beim Aushub des Mutterbodens halfen, bei der Gemeinde selbst, die den Schotter als „mageren und unkrautfreien Untergrund“ (Brell) für die Blühfläche spendete, und bei den Erzieherinnen und Eltern, die bei der Vorbereitung des Streifens mit anpackten. Insbesondere Daniel Siebert vom Elternausschuss habe sich stark engagiert. Totholz sowie Reisig- und Steinhaufen, die er besorgt habe, könnten den Bienen und Co. als Nistgelegenheit, also als „Wohnung“, dienen. „Das ist die erste Kita in Dudenhofen, die eine Blühfläche angelegt hat. Bei den beiden anderen Kitas im Ort laufen aber schon die Vorbereitungen dafür“, sagte Christiane Brell, während Kinder und Erwachsene den Kompost circa zwei Zentimeter hoch auf der Fläche verteilten und dann die Pflanzen setzten. Im Herbst sollen bei der Kita St. Kunigunde verschiedene Zwiebeln gepflanzt werden. „Frühblüher fürs Frühjahr“, erklärte Brell. Nach Auskunft von Daniel Siebert werden dann auch noch weitere Gehölze gesetzt. In den vergangenen Wochen habe man im Handel nur etwa zwei Drittel der gewünschten Anzahl bekommen. Dann können sich die Bienen ja noch mal freuen.