Speyer Für den Bürgerpark

Amtsinhaber Peter Eberhard will bei der Dudenhofener Ortsbürgermeister-Wahl am 25. Mai bestätigt werden. „Erhalten und weiterentwickeln“ lautet sein Motto.
(CDU) steht auf dem Parkplatz der beiden neuen Supermärkte in der Ortsmitte. Er hat diese Stelle gewählt, weil sie exemplarisch dafür ist, was sich in Dudenhofen in den vergangenen Jahren getan hat – und für die gute Infrastruktur des Ortes. Er weist auf den Neubau hin, in den Sparkasse, Ärzte und Apotheke einziehen werden. Schräg gegenüber hat ein Investor aus der Industrieruine Walter-Fabrik einen begehrten Wohnkomplex gemacht – und die Einkaufsmärkte sind eben hier. Ein paar Schritte weiter ist die Raiffeisenstraße. Eberhard zeigt auf die Gehwege, die vor Kurzem erneuert wurden. Als die wiederkehrenden Beiträge für den Straßenausbau eingeführt wurden, habe er Kritik einstecken müssen, erinnert er sich. Doch dadurch seien einige Wege saniert worden, weitere seien geplant. Kurz ist der Weg zur Kindertagesstätte Kunigunde, wo die Gemeinde eine zusätzliche Gruppe eingerichtet hat. Eberhard möchte gern eine Analyse in Auftrag geben, aus der hervorgeht, welche Kinderanzahl in Dudenhofen zu erwarten und welche Art der Betreuung sinnvoll ist. Er geht davon aus, dass mittelfristig eine weitere Kindergartengruppe notwendig ist. Diese würde dann in der Kita Naseweis eingerichtet. Eberhard, der vor fünf Jahren erstmals zum Ortsbürgermeister gewählt wurde und derzeit noch Verbandsbürgermeister ist, sagt: „Ich möchte das, was meine Vorgänger geschaffen haben, erhalten und weiterentwickeln.“ Das habe viel mit Nachhaltigkeit zu tun, ein Thema, das ihn schon in seinem Beruf als Förster beschäftigt habe. Der Bürgermeister spricht die Pläne eines vierten, größeren Windrades an, das die Stadtwerke Speyer am Ortsrand bauen wollen, was vom Dudenhofener Rat abgelehnt wurde. Eberhard gehörte zu den Befürwortern des Windrads, aber er respektiere das Votum des Rats und will „das Thema nicht wieder aufgreifen“. Im Nordwesten des Dorfs will der verheiratete Vater von zwei Töchtern den „Bürgerpark mit Leben erfüllen“, das Projekt vorantreiben. Zunächst müsse aber der Kreis die Fischaufstiegshilfe im Woogbach in Angriff nehmen. Beim Gang über den Friedhof zeigt Eberhard auf die immer zahlreicher werdenden freien Grabstellen. Grund: Die Urnenbestattung nimmt zu. Man müsse überlegen, was man mit den freien Stellen macht, wie man sie gestaltet, sagt der CDU-Mann. Der Friedhof sei ein wichtiger Treffpunkt. „Ich möchte ein Augenmerk darauf legen, ihn als Park liebenswert zu erhalten.“ Gleichzeitig müsse natürlich der Charakter als Ruhestätte erhalten bleiben. Ein Punkt, auf den der 59-Jährige immer wieder kommt: Die ideelle und finanzielle Unterstützung der Vereine sei ihm wichtig. So will er dem Radfahrverein dabei helfen, eine BMX-Bahn zu realisieren. Eberhard spricht sich für die Südtangente zur Verkehrsentlastung aus, wobei da „wahrscheinlich hohe Ausgleichsmaßnahmen gefordert werden“. Er will auch auf die kleinen Dinge achten, wie die Bepflanzung von Grünflächen mit Blumen: „Das ist keine große Sache, aber schön fürs Auge.“ Durch die ganzen Projekte, die im Ort in Angriff genommen wurden und geplant sind, wähnt Eberhard Dudenhofen in einer „Aufbruchstimmung“. Das sei schön, und daran wolle er weiter mitwirken. (snf)