Speyer Fördergebiet „Kernstadt Mitte“: 90-prozentige Zuschüsse erhofft
Die Stadtratsfraktionen stellten sich im Bauausschuss hinter die geplante Bewerbung. Ausnahme: die Freien Wähler, die vor einer „Verschlimmbesserung“ warnten. Mit einem Fördergebiet wäre eine 90-prozentige Förderung für bestimmte Entwicklungsprojekte verbunden, warb die Stadtverwaltung.
Die Idee hinter dem Vorhaben basiert auf Speyers gescheiterter Bewerbung um die Landesgartenschau 2027. Für diese waren Pläne zur Aufwertung der Klipfelsau entwickelt worden, die nun teilweise erhalten und mit Verbesserungen rund um die Maximilianstraße verknüpft werden sollen. Ein Ziel: „die Klipfelsau als Verbindungsglied zwischen Rheinufer-Promenade und Innenstadt zu stärken sowie die Aufenthaltungsfunktion zu verbessern“.
Ideen für mehrere Flächen
Bei einem Zuschlag könnten zum Beispiel das Rheinstadion aufgewertet, die Wegeverbindungen im Domgarten verbessert und innerstädtische Plätze wie der Festplatz, Postplatz, Königsplatz, Fischmarkt oder auch das Löffelgassen-Areal umgestaltet werden. Parkflächen blieben in der Löffelgasse erhalten, so die Stadt.
Es gehe um städtebauliche Verbesserungen und mehr Stadtgrün, erklärte die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin Julia Kafitz. Umsetzungszeitraum wären 15 Jahre. Von der Stadt vorgeschlagen wird auch ein neues Parkhaus neben dem Naturfreundehaus. Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) äußerte sich vorsichtig dazu: „Sollten wir jemanden finden, der für uns dieses Parkhaus baut und einen interessanten Betreiber hat, dann sind wir dafür aufgeschlossen.“
Wenn der Stadtrat zustimmt, soll 2025 der Antrag gestellt und im Fall eines Zuschlags aus Mainz auf Basis der städtebaulichen Defizite ein Entwicklungskonzept erarbeitet werden.