Speyer Erfahrung trotzt der Jugend

Speyer (dsch). Nach gut fünf Stunden feierten die im Schnitt um etwa fünf Jahre älteren und erfahreneren Gäste mit 14:7 den dritten Saison-Erfolg, Speyer verlor erstmals.
„Wir haben ein C-Klasse-Spiel auf gutem Niveau gesehen mit einem verdienten Sieger. Die Leistung unserer jungen Mannschaft geht absolut in Ordnung. Es kommen gewiss noch Gegner, die wir schlagen wollen und schlagen können“, erklärte Speyers Trainer Claus Majolk. Mit 6:0 Punkten und 52:11 Matches liegt Dudenhofen nun aussichtsreich im Titelrennen. Die Routiniers im Team, Daniel Niopek (25) und Felix Wulfert (29), gaben den Ausschlag : Beide gewannen ihr Einzel und sorgten für die vorentscheidende 8:4-Führung. Die zum Sieg fehlenden Zähler holten beide im Doppel gegen das Speyerer Duo Tim Klamm/Jannik Majolk zum 11:8. Der Sohn des früheren Bundesligaspielers Jürgen Majolk bot auch im Einzel auf Position vier gegen Leon Thuy eine technisch anspruchsvolle Leistung. Keiner der Akteure konnte sich bis zum 5:5 absetzen. Majolk versuchte es mit druckvollen Angriffsbällen, der läuferisch starke Thuy mit Ballhalten und sicherem Grundlinienspiel. Letztlich behielt der Einheimische nach 7:5 auch im zweiten Satz klar die Oberhand. Majolk sprach von einem anstrengenden Match, das ihm hohe Konzentration abverlangt habe: „Leon sind kaum Fehler unterlaufen, doch ich bin immer drangeblieben und habe mein Spiel konsequent durchgezogen.“ Der Weiß-Rote Tim Klamm, der sich gegen Jaron Schwarz nach gewonnenem Tiebreak im ersten Abschnitt im zweiten deutlich durchsetzte, nannte die wohl etwas bessere Fitness als Grund für seinen Erfolg. Am Donnerstag spielte Dudenhofens Nummer zwei sechs Stunden lang bei der Oper „Parsifal“ im Staatstheater Karlsruhe als Gastmusiker bei der badischen Staatskapelle. Gestern benötigte der 29-jährige Wulfert etwas Anlaufzeit für seinem ersten Saisoneinsatz. Mit guten Aufschlägen, druckvollem Spiel sowie unbequemen unterschnittenen Bällen zwang er Kontrahent Luca Appel in die Knie. Auf der Spitzenposition lief es für Niopek gegen Lukas Möller anfänglich nicht nach Wunsch. „Ich benötigte im ersten Medenspiel etwas Zeit, um den Rhythmus zu finden. Zunächst fühlte ich mich noch etwas unsicher, habe mit zunehmender Spieldauer aber doch zu meinem Spiel gefunden“, erklärt Niopek, der 6:2, 6:2-Sieger. Kurz und bündig kommentierte Tim Krämer sein 6:2, 6:2 gegen Leon Walling: „Es geht zwar noch besser, aber Hauptsache gewonnen.“ Gäste-Kapitän Marc Müller-Frey sah eine gute Tagesform seiner Auswahl: „Besonders erfreulich sind die tollen Fortschritte bei Leon Thuy und Jaron Schwarz gegenüber der letzten Spielrunde.“ So spielten sie Einzel: Lukas Möller - Daniel Niopek 2:6, 2:6, Luca Appel - Felix Wulfert 3:6, 1:6, Tim Klamm - Jaron Schwarz 7:6, 6:2, Jannik Majolk - Leon Thuy 7:5, 6:0, Michael Zeller - Marc Müller-Frey 6:7, 2:6, Leon Walling - Tim Krämer 2:6, 2:6. Doppel: Klamm/Majolk - Niopek/Wulfert 2:6, 2:6, Appel/Zeller - Thuy/Müller-Frey 6:4, 6:3, Möller/Walling - Schwarz/Krämer 6:4, 0:6, 2:10.