Speyer „Erfahrung macht viel aus“

Kreisligatitel: vorn Christian Hanisch, Ralf Gerner, Walfried Hutter, Torsten Barthels, hinten Andreas Kuhn, Dirk Müller und Man
Kreisligatitel: vorn Christian Hanisch, Ralf Gerner, Walfried Hutter, Torsten Barthels, hinten Andreas Kuhn, Dirk Müller und Manfred Fahrnbach.

«OTTERSTADT.» Es war nicht die Saison, die der TTV Otterstadt III erwartet hatte. In der Tischtennis-Kreisliga Nord holte das Team in souveräner Manier mit 38:2 Punkten am Ende den Meistertitel und schlägt im kommenden Jahr in der Bezirksklasse auf. Dabei zeigte sich auch der Gesamtverein flexibel, sodass sich eine Vielzahl von Spielern über die Meisterschaft freuen kann. „Wir hatten schon erwartet, im vorderen Drittel zu landen“, sagt der 54-jährige Andreas Kuhn, Mannschaftskapitän des TTV Otterstadt III, nach einer fabelhaften Saison. 19 Partien wurden gewonnen, nur dem Tabellenzweiten vom ASV Harthausen II, der dem Kuhn-Team bis zum Ende im Nacken saß, musste sich das Team einmal geschlagen geben. „Wir hatten Harthausen, Römerberg und Dudenhofen auf der Rechnung. Aber auch Hochstadt hätte ich weiter vorne erwartet“, sagt der TTV-Kapitän, der die eine Niederlage als durchaus verschmerzbar ansieht. Dennoch verweist er auch darauf, dass man hier und da Glück hatte. „Das 9:7 gegen Römerberg wurde mit 9:0 für uns gewertet, weil der Gegner seine Mannschaft falsch aufgestellt hatte“, zeigt Kuhn auf. Dennoch waren es überwiegend deutliche Siege, gerade in der Rückrunde. Noch in der Vorrunde hat man sich gegen den FV Dudenhofen und dem TTV Römberg nur hauchzart durchgesetzt, hingegen den Verfolger aus Harthausen beim 9:3 gehörig demontiert. Das man im Meisterteam eine Vielzahl von Spielern einsetzen musste, sieht Kuhn mittlerweile als normal an. „Es ist nicht mehr so wie früher, dass man mit den sechs Stammspielern durch die Runde kommt“, erklärt er. So kamen im gesamten 15 Spieler zum Einsatz, darunter auch ein Großteil der vierten TTV-Garde. Dennoch hatte Otterstadt eine verblüffende Stärke in den Doppeln. 18 verschiedene Duos wurden gebildet, die Bilanz war mit 47:15 Siegen dennoch sagenhaft gut. Das beste Doppel des TTV waren Ralf Gerner und Torsten Bartels, die alleine 13 Doppel zu ihren Gunsten entschieden haben. „Da macht auch viel die Erfahrung aus, dass wir in den Doppeln so gut sind“, stellt Kuhn fest. Spitzenspieler Dirk Müller war in den Einzeln ein Punktegarant. 30:4 Siege standen auf seinem Konto. Das Otterstadt nicht nur flexibel auf die Spieler der Vierten bauen konnte, sondern auch als Gesamtverein glänzt, zeigt die Förderung von Dennis Borger. Er kam nur einmal beim TTV III zum Zug. „Er ist jung und soll sich auch schon in höheren Ligen messen“, erläutert Kuhn, in dessen Team mit Walfried Hutter auch ein frühere Pfalzligaspieler mitmischt. Im nächsten Jahr sieht Kuhn dann das allgegenwärtige Ziel eines jedes Aufsteigers ganz oben auf der Agenda: „Es wird sicher in der Bezirksklasse um den Klassenerhalt für uns gehen.“ Das man sich aber auch mal täuschen kann beim Ausgeben von Saisonzielen, zeigt der gerade gewonnene Titel in der Kreisliga Nord. Bilanz Dirk Müller 30:4 Siege, Andreas Kuhn 18:10, Christian Hanisch 4:9, Dennis Borger 1:1, Walfried Hutter 10:3, Manfred Fahrnbach 20:4, Ralf Gerner 22:4, Torsten Barthels 14:5, Christopher Plößer 9:3, Karlheinz Hehl 1:0, Manfred Weiskopf 1:0, Florian Gross 0:1, Julian Kuhn 0:1, Marcel Ryschka 0:2, Markus Katz 0:1.

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