Speyer Enge Verbindungen zu den Patienten

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Die Altenhilfe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Vorderpfalz hat einen neuen Standort in Speyer. Gestern war offizielle Einweihung einer früheren Schneiderei in der Wormser Straße 16. Heute beginnt Teamleiterin Ilona Stegili mit der Arbeit.

Sekt, Kaffee, Brezeln stehen für die Offiziellen bereit. DRK-Bereichsleiter Tobias Ferber und Pflegedienstleiterin Melanie Stöck greifen zum Heißgetränk. „Hilft, wo Ihr Zuhause ist“, steht auf Stegilis Dienstkittel, den sie schon heute trägt. Seit dem Jahr 2005 sei sie inklusive Ausbildung beim Roten Kreuz beschäftigt, erzählt die 36-Jährige freudig, die vor 15 Jahren aus Polen in die Pfalz gekommen ist. Dass der Standort Petschengasse vor zwei Jahren aufgegeben worden sei (wir berichteten), nennt DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Kurz einen „unglücklichen Verlauf“. Hand in Hand mit dem DRK Speyer gehe die ambulante Versorgung Pflegebedürftiger in Speyer und dem Rhein-Pfalz-Kreis jetzt weiter. Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) hört als Gast aufmerksam zu, als Kurz von seiner Hoffnung auf mindestens drei Parkmöglichkeiten vor dem Haus spricht. Vor einem halben Jahr sei die DRK-Sozialstation in die neuen Räumlichkeiten gezogen, berichtet Ferber von derzeit rund 60 Patienten, die von neun Mitarbeitern betreut würden. „Morgen steige ich noch mit ein“, reiht sich Stegili in die Riege der Pflegefach- und Hauswirtschaftskräfte sowie Pflegehelfer ein. „Um kurz vor 6 Uhr geht es für den Frühdienst los“, erklärt Stegili den Schichtdienstplan. „Je nach Bedarf besuchen wir unsere Kunden mehrmals täglich.“ Es gehe um medizinische Pflege, aber auch um Einkauf, Wohnungsreinigung, Kochen. Für „Essen auf Rädern“ und den Hausnotruf sorge das DRK Speyer, so Stöck. Nachtbetreuung stehe nicht auf dem Programm, schränkt sie ein. Stegili, die bisher in Ludwigshafen gearbeitet hat, freut sich auf neue Patienten in einer neuen Stadt. Besonders wichtig sei ihr, genügend Zeit aufzubringen, sagt die künftige Teamleiterin. „Für viele Menschen sind wir die einzige Bezugsperson“, schildert sie Erfahrungen mit vorwiegend alten Menschen, die entweder keine Angehörigen hätten oder deren Kinder weit weg wohnten. „Meine verstorbenen Omis und Opis besuche ich manchmal auf dem Friedhof“, beschreibt sie oft enge Verbindung zwischen Pfleger und Patient. Zuversichtlich blickt sie in die Zukunft. Sie kenne alle Mitarbeiter, erledige die gleiche Arbeit wie sie und freue sich auf die Speyerer. Enge Zusammenarbeit mit Sozialstationen und Ärzten gehörten dazu, betont Stöck noch und bietet den Kollegen Brezeln zum Sekt an. Kontakt Telefon 06232 75179, E-Mail: m.stoeck@kv-vorderpfalz.drk.de. Die Serie Für diese Serie, eine Momentaufnahme aus dem Alltag, sind wir jede Woche gezielt in der Stadt unterwegs.

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