Speyer
Eislauf-Vergnügen wird toleriert
Die Eisflächen haben sich gebildet, weil das Druckwasser nach der Hochwasserwelle eine Woche zuvor unter den knackigen Minusgraden gefroren ist. Weil die Wiesen meist höchstens knietief unter Wasser stehen, sind mit deren Betreten keine unbeherrschbaren Gefahren verbunden. Grundsätzlich hatte die Feuerwehr vergangene Woche aber vom Betreten von Eisflächen abgeraten. Neben der Klipfelsau eine beliebte Anlauffläche in Speyer waren dennoch die Stromtalwiesen im Lußheimer Fahrt nahe der Schiffswerft, wo Pächter Helmut Hanten die Gäste toleriert hat, wie er sagt: „Das ist mir lieber, als wenn die Schlittschuhfahrer sich etwa auf den Binsfeld-Seen in Lebensgefahr begeben.“
Unvernünftige am Steuer
Das stehende Wasser dort sei zwar von Nachteil für die ökologisch wichtige Grasnarbe, aber die wenigen Tage Eislauf-Vergnügen seien dabei nicht entscheidend, so Hanten. „In Zusammenarbeit mit der Deichmeisterei und dem Umweltamt der Stadt Speyer werden wir im Frühjahr die Grasnarbe reanimieren“, kündigt er an. Alles andere als erwünscht seien jedoch Fahrmanöver mit Autos auf den Flächen: Beim Nachbarpächter sei das am Wochenende vorgekommen und mit einem Einbruch geendet, wobei sich der unbekannte Fahrer offenbar selbst aus der Lage befreit habe. Seine Wiesen hätten vorige Woche 50 bis 80 Zentimeter unter Wasser gestanden, so viel sei es heute nicht mehr.
Für die Stadtverwaltung hatte am Wochenende der Kommunale Vollzugsdienst die Situation im Blick, wie Sprecherin Lisa Eschenbach berichtet. Es sei vor allem darum gegangen, auf die Einhaltung der Corona-Vorschriften zu achten: „Menschenansammlungen sind derzeit verboten.“