Speyer Einsätze bei Feier

91-71369858.jpg

Feuerwehr früher und heute: In anschaulicher Weise wurde den Besuchern gestern die technische Entwicklung beim Tag der Feuerwehr auf dem Gelände der Wache in der Industriestraße vor Augen geführt. Mit kleiner Verspätung startete der offizielle Teil: Zwei Einsätze – ein häuslicher Rauchmelderalarm und Wasser im Keller – mussten von den Floriansjüngern noch bewältigt werden.

Erstmals gab es am Tag der Feuerwehr eine Oldtimerparade mit einem. Das älteste Modell war ein 1949er Opel Blitz. Schon am Morgen hatten sich zirka 45 Fahrzeuge auf eine Rundfahrt durch die Vorderpfalz begeben. Darüber hinaus zeigte eine Dauerausstellung, welchen Anforderungen Feuerwehrleute gewachsen sein müssen und welche Ausstattung heute nötig ist. Gut 80 Kameraden waren angetreten, um der Bevölkerung ihr Ehrenamt näherzubringen. Die Jugend bewies ebenfalls Geschick im Brandlöschen, die historische Gruppe präsentierte einen Angriff anno dazumal und Zug eins demonstrierte unter Zugführer Hartmut Oppinger das Vorgehen bei einem „klassischen, kritischen Wohnungsbrand“ mit Menschenrettung, wie Wehrleiter Michael Hopp anmerkte. Mit dem Zuspruch der Bürger war er zufrieden, ebenso mit dem Programmverlauf, der für die Kleinen abenteuerlich war und den Älteren aufzeigen sollte, weshalb die Umsetzung eines Feuerwehrbedarfsplans wichtig ist. Für Oberbürgermeister Hansjörg Eger wurde gestern eine besondere Überraschung bereitgehalten: Für seine Verdienste um den Feuerwehrbedarfsplan für die Stadt Speyer, der schließlich im Stadtrat verabschiedet wurde, erhielt er die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz. Zuvor hatte Eger selbst zweimal gratulieren dürfen: Er verpflichtete Sharon Clerget und Lars Kornmannshaus nach ihrer erfolgreich absolvierten Grundausbildung zum aktiven Feuerwehrdienst. Abgesehen von der Vielfalt in Rot, zu der auch die Schnelleinsatzgruppe Betreuung zählte, genossen die Besucher die deftige Küche der Wehr, allen voran den Erbseneintopf aus der Feldküche. Kinderschminken und Kettcarfahren ergänzten das gut durchdachte Programm, innerhalb dessen Wagemutige selbst im verrauchten Zelt einen Eindruck vom Ernstfall bekommen konnten. Der holte die Feuerwehr gestern um 14.40 Uhr erneut ein: Alarm zum Realeinsatz. Zwischen Ginsterweg und Fliederweg war es zum Flächenbrand gekommen. Wie Hopp mitteilte, hatten dort Kinder eine Couch angezündet, die in einem Gebüsch stand. Das Feuer war schnell unter Kontrolle. (xsm)

x