Speyer Eingekreist:

Placeholder-Image

Das US-Depot in Germersheim hat wieder Zuwachs bekommen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Und so wurde der Einzug des Army and Air Force Exchange Service (AAFES) mit einem Festakt mit feierlichem „Ribbon Cutting“ (Band durchschneiden) zelebriert. Anschließend fahren mehrere Golfwägelchen vor, mit denen die Gäste durch die mit Millionenaufwand renovierten Lagerhallen kutschiert werden sollen. Beim Einsteigen witzelt ein Festaktteilnehmer: „This is like Disney-Land. Can I see your Tickets?“ (Das ist wie in Disney-Land. Kann ich ihre Eintrittskarten sehen?) Nun ja, lustige Figuren oder gar Klamauk gab es während der Fahrt nicht. Dafür aber jede Menge interessante Einblicke und Informationen darüber, was so alles in den Hallen gelagert wird, womit sich die US-Militärangehörigen in AAFES-eigenen Läden unter anderem in Europa versorgen können. 99 Prozent der bevorrateten Güter, darunter Lebensmittel und Getränke, aber auch Matratzen, Kleinmöbel und Haushaltselektrogeräte, sind amerikanischer Herkunft, weiß ein Lagermitarbeiter. „Die Amerikaner mögen ihre eigenen Produkte.“ Warum auch nicht? Die Deutschen essen im Auslandsurlaub auch gerne Wiener Schnitzel. Aber nicht nur. Als es an einer Palette vorbeigeht, auf der Bier einer namhaften holländischen Marke gestapelt ist, will einer wissen: „Wie, kein deutsches Bier?“ „Doch, das haben wir auch, das mögen die Amerikaner sehr.“ So eine Sitzung des Kreisausschusses des Rhein-Pfalz-Kreises ist ja nicht unbedingt etwas, das bei den Kommunalpolitikern für besondere Aufregung sorgt. Daher trudelten die Ausschussmitglieder auch ganz gemächlich ein am Montag. Das Ziel von allen: der Sitzungssaal im dritten Stock. Jeder suchte sich sein Plätzchen – und so manche hielt dann staunend inne. Denn im Raum standen schöne neue Stühle. So mancher wippte dann mal und ließ sich gemütlich plumpsen. Heinz-Dieter Schneider von den Grünen bemerkte den höheren Komfort als Erster: „Oh, habt ihr neue Stühle angeschafft.“ Das waren seine Worte zum Büroleiter Karl-Heinz Hammes. Der hatte wohl schon öfter solche Kommentare gehört und bemerkte trocken: „Ja, für alte wollten wir kein Geld ausgeben.“ Na dann. Sitzprobe gelungen. Keiner meckert. Von daher: passt. So eine Sache ist es mit dem Internet. Der Kreisausschuss des Rhein-Pfalz-Kreises grübelte über den schnellsten Weg zum Ziel. Und dass man doch bitte weder Privatleute noch Geschäftsleute dabei vergessen darf. Der Liberale Jürgen Creutzmann war da hemdsärmelig: „Es ist ja schön, in den Naherholungsgebieten zu surfen. Aber das schnelle Netz brauchen wir vor allem in den Gewerbegebieten.“ Da stimmte Landrat Clemens Körner (CDU) rasch zu: „Genau, in den Naherholungsgebieten kann man ja auch anders und ohne WLAN surfen.“ Urlaubsparadies Rhein-Pfalz-Kreis also, und zwar in echt, nicht nur digital. Ein schönes Wochenende wünschen Michael Gottschalk und Axel Nickel |gs

Mehr zum Thema
x