Speyer Eingekreist:
Kühl, windig und nass ist es bei der Einweihung des Dünenlehrpfads am vergangenen Samstag in Dudenhofen gewesen. Wenigstens bot die Überdachung im Außenbereich der Gaststätte „Zur Hundehütte“ den geladenen Gästen Schutz vor dem Regen. Das für eine Feier im Freien, zumal für die Einweihung der für ihr trocken-heißes (Sommer-)Klima bekannten Sanddünen, widrige Wetter, regte die Phantasie manches Redners an. „Das müssen Freudentränen sein“, befand Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) angesichts des strömenden Regens. Schließlich sei das „Projekt Sanddünen“ mit der Einrichtung des Dünenlehrpfads „gelungen“. „Ein kleiner Wermutstropfen“ sei in den „Freudentränen“ aber doch enthalten, nahm Forstamtsleiterin Monika Bub das von Eberhard entworfene Bild auf. Denn der Lehrpfad sollte sich auch auf Speyerer Gemarkung erstrecken, was wegen des Übungsplatzes der Bundeswehr (noch) nicht möglich sei, erklärte Bub. Landrat Clemens Körner (CDU) fand es in Dudenhofen trotz des Windes und Regens bei um die acht Grad „schön“. Wie es kommt? Offenbar war es bei seinem Urlaub auf Sylt im vergangenen August noch weitaus ungemütlicher, wie er berichtete. Und wohlig warm ums Herz wurde es dem Landrat offenbar bei der Aussicht, den Tourismus im Kreis mit Hilfe der Sanddünen voranbringen zu können. Das Landesprojekt „Tourismus für alle“ soll dafür die Mittel bieten, erklärte Körner. Speyers Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) zeigte sich froh, dass die Bewerbung des Kreises für besagtes Tourismus-Projekt erfolgreich war. Denn seine Stadt ist neben dem Kreis mit im Boot. Bleibt die Frage offen, weshalb es nicht aufhörte zu regnen, als Eger zu sprechen begann, wie er sich erhofft hatte. Und auch sein Wunsch, die Schleusen des Himmels mögen sich schließen, nachdem der OB seine Rede beendet hatte, wurde aus unerfindlichen Gründen leider nicht erhört. Mit Regenschirmen und -jacken bewaffnet machten sich nach den Reden die Unentwegten auf zu einem kurzen Gang auf dem Lehrpfad. Dünenexperte Erich Bettag erklärte manch Erstaunliches zur Geologie und Tierwelt des landesweit einmaligen Lebensraums. Lebhaft und eindrücklich schilderte er manchen Naturvorgang. Der eine oder andere bekam schon Lust darauf, an einer der für den Sommer geplanten Führungen teilzunehmen. Dann hoffentlich bei typischem Sanddünen-Wetter: trocken und heiß. (tbg) Der Ärger ums Tabakdorffest in Harthausen hat vor zwei Jahren angefangen: Damals öffnete der Männergesangverein wegen „Unstimmigkeiten“ mit einem anderen Verein die Chorscheune lediglich zu Kaffee und Kuchen. Cocktails, wie eigentlich geplant, verkaufte man nicht, weil es nebenan ein ähnliches Angebot gab. Jetzt hat der Männergesangverein einen neuen Grund gefunden, um sich zu ärgern: Diese Mal geht es um den Standort der Hauptbühne. Der MGV will, dass die Bühne in der Raiffeisenstraße steht, das Ortskartell will die Bühne aber vor dem Kindergarten aufstellen lassen. Die Speyerer Straße soll belebt werden. Der MGV geht wieder auf Konfrontation, droht deswegen gleich mit Komplettverweigerung: Er will beim Tabakdorffest gar nicht mehr mitmachen. Für das Fest wäre das ein herber Verlust, ist der MGV doch immer noch einer der mitgliederstärksten Vereine des Ortes. Trotzdem scheint es so, als würde auch in diesem Verein die Motivation zurückgehen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Der Streit um die Bühne wirkt vorgeschoben, vielleicht finden sich einfach nicht genügend Freiwillige, die den Laden auf dem Fest schmeißen wollen. Es wäre Harthausen zu wünschen, dass sich die Sänger zusammenreißen und versuchen, einen Beitrag zu einem schönen Fest zu leisten. Davon hätten alle etwas. Egal, wo die Hauptbühne steht. (seed) Ein schönes Wochenende wünschen C. Berger und S. Eder