Speyer Eingekreist:

In der Entwicklung von Gebühren- und Geschäftsmodellen sind Banken sehr kreativ. Mit ihrer neuesten, genial einfachen Idee, könnte die Sparkasse Vorderpfalz „gratis“ Millionen, wenn nicht Milliarden scheffeln, Panama mit Briefkästen fluten, wäre von heute auf morgen all ihre Sorgen los: Statt Daueraufträge ihrer Kunden, Beispiel Miete, von deren Konto abzubuchen, überweist sie ihnen erst einmal die Summe, stellt ihnen anschließend bei der Rückbuchung den „Fehler“ in Rechnung. Sie glauben das nicht, denken an einen Aprilscherz? Fragen Sie den Freundeskreis Kondoros in Hanhofen. Dem ist genau das passiert. Die Bank „irrt“, zieht nicht ein, beschenkt die 83 Mitglieder mit einem Jahresbeitrag. Kann vorkommen, ist leicht zu korrigieren, nicht weiter erwähnenswert. Was dann folgt ist marktübliches Raubrittertum: Die Sparkasse will sich ihr Versehen von den Vereinsmitgliedern auch noch bezahlen lassen, verlangt für die Rückbuchung eine Extra-Gebühr. Einzelfall oder Methode? Man traut den Geldhäusern mittlerweile vieles, manche alles zu. Sollte es morgen die Regel sein, wen würde es wundern. Erst als der Freundeskreis vehement intervenierte und protestierte, ließ sich das Institut, das mit dem Slogan „fair, menschlich und nah am Kunden“ wirbt, vom abgehobenen Geld-Esel auf einen Kompromiss herab: Es bucht – ohne Zusatzkosten – zwei Jahresbeiträge ab. (län) Ein schönes Wochenende wünscht Reinhold Horländer