Speyer Eingekreist:

Von einem schönen Erlebnis berichtete Frank Schmenger neulich bei der Baustellenbesichtigung des neuen Pflegehauses beim Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen. Schmenger ist als Bauleiter für den Neubau verantwortlich, der Ende Januar 2014 begonnen wurde. Vor einiger Zeit hatte ihn ein Baggerfahrer angesprochen, der auf einer Baustelle in der Nähe tätig war. Ob es denn stimme, dass dies ein Kinderhospiz sei, fragte der Mann. Schmenger bejahte und erläuterte auf Nachfrage auch das Konzept der Einrichtung. Der Mann schien beeindruckt, doch Schmenger machte sich nicht weiter Gedanken darüber. Zwei Tage später tauchte der Baggerfahrer wieder auf und drückte ihm 250 Euro in die Hand. Ihn habe die Geschichte so berührt, dass er spontan eine Kollekte bei sich in der Firma gemacht habe, sagte er zur Erklärung. Da war Schmenger erst mal sprachlos. (snf) „Unser zweiter Vorstand wollte, dass ich unseren Haushaltsplan preis gebe“, sagte die Waldseer Pfälzerwald-Vereins Vorsitzende Lore Nieser der Jahreshauptversammlung diese Woche. „Preis geben?“ Vielleicht besser „offen legen“, schlug Schriftführerin Ingrid Schneider vor. „Nee“, sagt Nieser, bekannt für ihre klaren Worte, „ich leg’s net offen, ich les’ es vor.“ Gesagt, getan. Garagen wollen die Wanderer kaufen, damit sie ihren Kram unterbringen können. Ratloses Schweigen herrschte im Publikum. „Wo sollen die denn hin?“ fragte eine aus dem Publikum vorsichtig. „Na, bei dir in den Vorgarten“, konterte Schneider und Ruhe war. Oder eher ratloses Schweigen. Das mit den Vereins-Garagen beschäftigte die Mitglieder sichtlich. Was würde denn mit denen passieren, wenn es den Verein nicht mehr gäbe?, wollte einer wissen. „Also“, stellte Schneider nüchtern klar, „wenn die Lore heute der Schlag träfe…“ „… dann würde das Vereinsvermögen an den Dachverband oder an eine andere gemeinnützige Organisation übergehen“, erklärte der 2. Vorsitzende Erwin Sprattler. Interessanter Ansatz: Der Verein hat derzeit 125 Mitglieder, deutlich mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Untergrenze von drei Personen, wäre aber so gut wie aufgelöst, wenn es Lore Nieser nicht mehr gäbe. „Ist doch klar“, erklärte Schneider, „wer soll denn das alles sonst machen, wenn nicht die Lore.“ Die hat ihren Laden nämlich im Griff. Noch einer wagte schließlich eine Frage: „Hat der Verein denn überhaupt Geld dafür?“ Hat er, erwiderte Lore Nieser. Ja wie viel denn jetzt konkret? „Das“, sagt Nieser mit einem Seitenblick auf die anwesende Pressevertreterin, „wollte ich jetzt nicht sagen, wo die Presse da ist. Aber ihr könnt ruhig weiter spenden, wir freuen uns.“ (krx)