Volleyball
Einen Aufsteiger hat der TuS Heiligenstein schon sicher
Sportlich läuft es für die ersten beiden Damenmannschaften des TuS Heiligenstein in dieser Saison weniger gut. Die Zweite steigt sicher aus der Verbandsliga ab, die Erste wahrscheinlich aus der Oberliga. Doch die Next Gen steht in den Startlöchern. Team III feierte bereits vorzeitig den Titel in der Bezirksklasse.
„Das ist unser bester Jahrgang bisher überhaupt“, sagte Trainer Udo Walter im Gespräch mit unserer Zeitung. 2024 verpasste Heiligenstein bei der deutschen Meisterschaft als Achter knapp das Halbfinale. Und vier Spielerinnen des TuS von damals laufen nun als Kern gemeinsam in der Punkterunde auf: „Sie haben sich weiterentwickelt.
Konkurrent Rodenbach
Der Aufbau habe zugelegt, spiele bessere und weitere Pässe auf Außen: Alle Positionen sind nun vernünftig ausgefüllt“, meinte Walter über die Truppe, die vor der Spielzeit als Kreisklassechampion die nächst höhere Liga übersprang: „Das wirft ein schlechtes Bild auf die Ligen.“ Denn auch der Nachwuchs von TSV Speyer oder SC Mutterstadt schlägt sich entsprechend.
So häuften die Römerbergerinnen, zu deren Betreuerteam Jörn Schwab und Inga Schappert sowie ab 2025/26 Spielerinnen-Papa Steffen Bergmann gehört, elf Siege aus ebenso vielen Partien bei einem Satzverhältnis von 33:2 an. Lediglich TV Rodenbach II stibitzte den Mädchen jeweils einen Durchgang, wobei es nur im ersten Duell auch wirklich eng zuging.
Reservoir Berghausen
Die Acht Erfolgsgirls, alles zwischen 13 und 15 Jahre alt, stammen größtenteils aus einer Schularbeitsgemeinschaft in Berghausen von Bettina Palenczat. Von außen kam Unterstützung aus Harthausen, Speyer sowie Ludwigshafen. Sie treten bereits beim Erwachsenensport mit der üblichen Feldgröße, Netzhöhe, Mannschaftsstärke an.
Personalprobleme verursachte der kleine Kader laut dem Coach nicht: „Wir haben generell dünn gemeldet.“ Denn die zahlreichen Unter-20-Jährigen ermöglichten unbegrenzte Verschiebungen zwischen den einzelnen Teams: „Das sind wir ganz variabel.“ So standen die Acht fast unentwegt auf dem Feld. Ausnahme: der letzten Spieltag, als zwei Aushilfen aufschlugen.
Verfolger Rheinzabern
Zudem steht Heiligenstein IV vor dem Titelgewinn. Doch am Wochenende wartet Verfolger TV Rheinzabern in dessen Halle zum Showdown, verlieren verboten. Sogar der Satzkoeffizient könnte dann den Ausschlag geben. Aber Walter bemüht erst gar nicht den Rechenschieber: „Das wird ein heißes Duell.“ Die Vierte verfügt über den unwesentlich älteren Kader, eine ähnliche Struktur und bildet mit dem TuS III eine gemeinsame Übungsgruppe. Die Dritte bestückte zudem die U16 und 18 bei Jugendmeisterschaften.
Derzeit plant der Verein wieder groß mit vier Mannschaften für die kommende Saison. Vielleicht gibt es wieder einen Überspringer. Frisches Blut rückt aus der U12 und 13 nach. Die AG in Berghausen mit den besten Möglichkeiten der drei Ortsteile als Trainings- und Spielhalle existiert derweil nicht mehr. Der Übungsleiter: „Aufgrund der Ganztagsschule sind die Hallenzeiten nicht sicher.“
So spielen sie
TuS Heiligenstein III und IV: Livi Bergmann, Marilu Borlinghaus, Marie Krüger, Nyke Liedy, Hannah Rösch, Marlene Schmitt, Leni Vogel, Ayla Dogan, Emilie Ertel, Marie Evrard, Anna Groß, Jette Herr, Marie Kempter, Sarah Kirchner, Amelia-Yanina Matei, Sophie Schäfer, Carla Theiss
