Dart
Eine pfeilschnelle Entwicklung
Die Saison lief gut für die Steeldart-Mannschaften des FV Berghausen. Beide stiegen in die Bezirksliga auf, eine wurde sogar Meister. Das entsprechende Siegesbanner hatten sie lange vor dem ersten Wurf im Sack. „Wir wollten natürlich Meister werden. Dass das überhaupt möglich ist, damit haben wir nicht gerechnet“, gibt Michael Heintz zu.
Er ist Kapitän der Heißen Pfeile 3.0, die am letzten Spieltag der Saison das Glück gepachtet hatten. Zwei Punkte Vorsprung hatte der Tabellenerste da noch. „Wir haben gewusst, wir müssen gewinnen, um Meister zu werden“, sagt Heintz im Gespräch mit unserer Zeitung. Auf einen siegessicheren Gegner aus Bad Schönborn trafen die Römerberger.
Unbefangen ran
„Sie wollten es brutal“, beschreibt der Kapitän den Kampfgeist, mit dem die Führenden ans Werk gingen. Entsprechend gering war die Freude, als die Heißen Pfeile den Plan der Konkurrenz in Flammen aufgehen ließ. „Sie waren nicht sehr amused, als sie 6:0 hinten lagen“, merkt Heintz an.
Das Geheimnis der Römerberger an dem entscheidenden Tag: die Unbefangenheit. „Die anderen haben sich extrem viel Druck gemacht. Wir sind ohne Zugzwang hin und haben entsprechend frei gespielt“, erzählt Heintz über das Mittel zum Erfolg. Umso bedauerlicher für Bad Schönborn: Das Meisterbanner hatten sie sich bereits drucken lassen.
Die Punktlandung
„Wir haben es ihnen dann abgekauft“, sagt Heintz grinsend. Jubel gab’s auch bei den Heißen Pfeilen Evolution mit Kapitän Alexander Friesen an der Spitze. „Wir haben eine Punktlandung hingelegt“, stellt Michael Albert, Leiter der Dart-Abteilung beim FVB, fest. Generell gehe es den Spielern nicht darum, verbissen um Siege zu wetteifern.
„Wir spielen aus Spaß. Jeder soll seine Bühne bekommen“, stellt Albert heraus. Nur ein Ziel wird formuliert: Klassenerhalt. Stolz sind die Aktiven dennoch über die Entwicklung bei den Heißen Pfeilen. „Ab nächstes Jahr sind mindestens sechs Mannschaften im Liga-Betrieb“, kündigt Albert an.
Großer Zuwachs
Los ging’s vor fünf Jahren mit sechs Spielern. 35 sind es jetzt, der Jüngste ist 15 Jahre alt. Die Anlage wuchs auf fünf Automaten und vier Steeldartscheiben. Regulär trainiert die Gruppe dienstags. Der Donnerstag kommt beim Trainingsbetrieb der Fußballer des FVB on top, wie Heintz anmerkt.
Mit den Siegen in der Tasche gingen die Dart-Spieler erst mal in die Sommerpause. Im September beginnt die neue Runde. Das Dogma lautet dann wieder Klassenerhalt.