Speyer Ein würdiger Verbandsligist hofft wieder

Dudenhofen (rhp/mer). Am abschließenden Spieltag ist der Knoten geplatzt: Mit einem 21:0-Heimsieg gegen die Gäste vom DJK TV Mainzer Sand verabschiedete sich der TC Dudenhofen aber eigentlich aus der Verbandsliga der Damen.
Doch am späten Abend traf in Dudenhofen die Nachricht ein, dass BASF Ludwigshafen III ohne vorherige Absage beim TC Trier nicht antrat. Die Spargeldörflerinnen steckten die Köpfe zusammen, wälzten und studierten das Regelwerk, kamen zur Schlussfolgerung, dass Ludwigshafen alle Spiele verloren haben müsste. Damit würde der TCD auf den vorletzten Rang rücken. Dudenhofen zeigte zum Finale allerdings eindrucksvoll, dass sie zurecht in dieser Klasse antraten und mithielten. Bereits in den ersten drei Einzeln stellten sie die Weichen auf Erfolg. Den Auftakt machte Kapitänin Marion Heller mit einem glatten Zweisatztriumph. „Jetzt könnte von mir aus die Runde richtig losgehen“, merkte sie an. Das in dieser Saison oft fehlende Glück kam dieses Mal hinzu. Sowohl Katharina Hane als auch Christina Lemm gewannen nach verlorenem zweiten Satz nervenstark den Entscheidungs-Tiebreak. Während Katharina Hane nach ihrem ersten Einzelerfolg mit der Sonne um die Wette strahlte, äußerte sich Lemm über ihre Leistung nicht ganz zufrieden. „Gewonnen ist gewonnen“, bemerkte sie aber. Kurios verlief das Ende im Spitzeneinzel von Julia Weber und ihrer Kontrahentin. Auch dieses Duell ging in den Champions-Tiebreak. Beim Stande von 9:8 für Weber – und somit Matchball – gab die Mainzerin von Krämpfen geplagt auf. Selina Stahler legte mit einem ungefährdeten 6:1 und 6:1 zum 10:0 in der ersten Disziplin nach. „Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so geil Tennis gespielt habe“, entfuhr es der 16-jährigen Hanhofenerin nach ihrer sportlichen Glanzvorstellung. Eine ebensolche legte auch Sophie Maier bei ihrem Auftritt hin. 6:0 und 6:1 zeigte der Spielstandsanzeiger nach einer eindrucksvollen Leistung. Mit dem Sieg im Rücken schloss der TC auch noch die drei letzten Doppelpartien der Saison erfolgreich ab. Stahler/Lemm als Spitzendoppel benötigten den dritten Durchgang und entschieden passend zu diesem Tag auch diesen Tiebreak. Die Duos Maier/Hane sowie Weber/Heller gewannen ihre Vergleiche jeweils in zwei Abschnitten. Auch wenn dieser Sieg vielleicht nicht mehr zum Klassenverbleib reichte, äußerte sich die Mannschaft mit dem Spieltag zufrieden. Heller: „Schade, dass es nicht öfter so gelaufen ist.“ Doch selbst bei einem Abstieg, bleibt der TC zusammen, scheint die Rückkehr möglich.