Speyer Ein Unternehmen, das richtig viel Platz braucht
Der Mangel an Erweiterungsmöglichkeiten war es, der die Firma Keil Konzepte zum Umzug nach Speyer bewogen hat. Hier hat sie den früheren Sitz des Kran-Experten in der Stockholmer Straße erworben. In Rheingönheim sollte das Gelände, das derzeit rückgebaut wird, weiterhin in den Händen der Familie bleiben. Darin waren sich Seniorchef Edmund Keil, Sohn Jannis sowie Tochter Leonie, eine angehende Architektin, einig. So entstand die Idee, dort ein Gesundheitszentrum zu errichten.
Der Baubeginn für das Haus in Ludwigshafen soll im Herbst sein. Zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss sind geplant. Insgesamt sind rund 4500 Quadratmeter Fläche vorgesehen, die in Ausstattung und Größe nach den Wünschen der jeweiligen Mieter belegt werden können. Die oberen Etagen sind mit einem Aufzug erreichbar. Im Innenhof soll ein gemeinschaftlicher Freiraum entstehen, in dem auch Patienten oder Angehörige in schöner Umgebung Wartezeiten überbrücken können.
Die Bauherren wünschen sich, dass in dem Gebäudekomplex möglichst unterschiedliche medizinische und therapeutische Dienstleistungen vertreten sein sollen. Gedacht ist an Ärzte verschiedener Fachgebiete, Physio- oder Ergotherapeuten, Apotheke, Sanitätshaus, Fitnessstudio oder anderes Gewerbe im Gesundheitssektor.
„Wir sehen gerade in der Vielfalt einen hohen Mehrwert für den Stadtteil und würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Interessenten angesprochen fühlen. Außerdem wünschen und erhoffen wir uns eine hohe Akzeptanz der Bürger“, sagen die Geschwister Leonie und Jannis Keil.
In Speyer verfügt das laut Jannis Keil auf knapp 60 Mitarbeiter angewachsene Unternehmen über 10.000 Quadratmeter Grundfläche. Darauf stehen mehr als 6000 Quadratmeter Hallenfläche und 1500 Quadratmeter Büro sowie Besprechungsfläche zur Nutzung bereit. Sie werden gut genutzt, wie Keil berichtet: „Wir sind schneller gewachsen, als wir es bei der Entscheidung für den Umzug 2019 erwartet hatten.“ Die Nachfrage gerade im Bereich Modulbau habe stark zugenommen. Es sei „die einfachste Art ein Gebäude zu errichten“, wirbt das Unternehmen. Es würden Festpreise und Lösungen aus einer Hand geboten, die den Bauherren entgegenkämen. In einer der beiden Hallen sei der klassischen Ladenbau angesiedelt, in der größeren der Modulbau. „Die Module werden von der Grundfläche immer größer“, berichtet Keil. Aktuell entstünden zum Beispiel fast 400 Quadratmeter Anlagen für eine Bäckerei und ein benachbartes Geschäft. Das bringe auch am neuen Standort schon wieder räumliche Herausforderungen mit sich: „Die Halle ist permanent gefüllt“, so Keil.
Derzeit werde geprüft, ob auch Teile des Parkplatzes für solche Projekte genutzt werden können. Das erfordere dann wiederum neue Lösungen für Stellplätze im Industriegebiet Süd. Keil wäre ein Befürworter etwa von Parkdecks, die von Mitarbeitern mehrerer Unternehmen genutzt werden könnten. Auch die städtischen Pläne, ab Dezember 2023 regelmäßige Busse in den Bereich zu schicken, begrüßt er. Die öffentliche Anbindung sei derzeit trotz mehrerer tausend Arbeitsplätze so schlecht, dass Keil Konzepte seinen Mitarbeitern im Moment tägliche Taxifahrten ins Werk finanziere.
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Details zum geplanten Projekt in Rheingönheim erfahren Interessenten für eine Anmietung von Räumen per E-Mail an moerschgewanne@keil-konzepte.de.