Speyer Ein Teppich in der Flur
Rund 40 Helfer haben am Samstagmorgen in Dudenhofen beim Dreck-weg-Tag mitgemacht. Eternitplatten, ein BH und die Innenverkleidung von Autotüren waren einige der Fundstücke der Flurreiniger.
Zum ersten Mal dabei ist Ludwig Eberle mit Enkelin Marlene. Die Siebenjährige sagt: „Am schönsten wäre es, wenn es gar keinen Müll gäbe.“ Habe sie später einen Freund, dürfe der nichts aus dem Auto werfen, betont sie. Am Abenteuerspielplatz sammelt sie viele Zigaretten, Kaugummis und einen Ball auf. Mit den beiden sind Cornelia und Uwe Jannsen unterwegs. Sie haben von der Initiative im Amtsblatt gelesen. Ihre Eimer füllen vor allem Tüten mit Bäckerei- und Metzgereiaufdrucken. Beim Dreck-weg-Tag engagieren sich vornehmlich Vereine, etwa der Schäferhundeverein, die Blaskapelle, Jäger, Spargel- und Gartenbauverein sowie Natur- und Vogelschutzverein. Kindertagesstätte und Schule hatten schon unter der Woche rund um die Einrichtungen nach Weggeschmissenem gesucht. Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) war mit 17 Jahren zum ersten Mal bei der Saubermach-Aktion dabei, erzählt er. Positiv fällt ihm am Samstag auf: „Diesmal war es weniger Unrat.“ Aber: Zwar werde viel Hundekot aufgeklaubt, „die Tüte dann aber im Gebüsch entsorgt“. Gerhard Hoffmann ist immer dabei. Auch er sagt: „Es nimmt ab.“ Hoffmanns Funde Richtung Falkenhof: Windeln, Eternitplatten, die Innenverkleidung von Autotüren, Unmengen Plastik, Taschentücher, Schokoriegel-Papier, Becher, McDonalds-Schachteln, ein Koffer und ein roter Büstenhalter. Hermann Zürker berichtet von einem Teppich und einem Kindersitz im Gebiet Schießplatz. Und am Parkplatz Ganerb entdeckt Manfred Weidel in einem Berg Verpackungsmaterial die Speyerer Adresse des (vermutlichen) Verursachers. |län