Speyer Ein Freund wird Priester

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Sie kennen sich seit vielen Jahren, sind als Messdiener gemeinsam am Altar gestanden – und einer von ihnen, Alexander Klein, wird am Samstag im Speyerer Dom zum Priester geweiht. Für die Freunde ist das ein besonderer Anlass. Kerstin Kurrat fasst es so zusammen: „Ich bin schon ein bisschen stolz, dass es einer aus unseren Reihen ist.“

Bei der Vorbereitung der Primiz von Alexander Klein sind nicht nur die kirchlichen, sondern auch die weltlichen Vereine beteiligt, betont Kerstin Kurrat: „Also das ganze Dorf.“ Neben den 40 Messdienern, die am Samstag und Sonntag im Dauereinsatz sind, sind auch die Messdiener von früher voll mit den Vorbereitungen beschäftigt – denn für Kerstin und Luis Kurrat, Dorothee und Matthias Haselmann, Melanie Kling, Martin Holländer und Katharina Eberhard ist es mehr als die Primiz eines Dudenhofeners, es ist die Primiz eines Freundes. Für Kerstin Kurrat (34) und ihren Mann Luis (41) ist es schon immer klar gewesen, dass Alexander einmal Pfarrer werde, wie sie erzählen: „Er hat seinen Dienst schon als Jugendlicher sehr innig ausgefüllt.“ Die Messdiener-Clique hat alle Schritte von Alexander Klein im Studium in Mainz, in Rom, und in der Klinikseelsorge in Augsburg mitgemacht: „Wir haben ihn begleiten dürfen“, sagt Luis Kurrat. Auch bei den Umzügen, hin und her, wie sich die Freunde lachend erinnern. „Wir haben auch die Höhen und Tiefen mitgemacht. Es ist ein schönes Gefühl“, fasst Matthias Haselmann (31) die anstehende Priesterweihe und die Primiz zusammen. Die Freunde gestalten die Primizkerze: „Das hat er sich von uns gewünscht“, erzählt Martin Holländer (30). Wie sie genau aussieht, ist eine Überraschung für den angehenden Priester. Nur soviel: Sie hat mit seinem Primizspruch zu tun: „Meine Seele hängt an Dir, Deine rechte Hand hält mich fest.“ Für die Freunde ist der Schritt von Alexander Klein mit einer Hochzeit vergleichbar – deswegen haben sie auch einen „pastoralen Junggesellenabschied“ gemacht, wie sie es nennen: „Wir haben ihn morgens überrascht und einen Ausflug gemacht und abends gezeltet.“ Und – klar – gab’s auch Spiele im Silbertal bei Gimmeldingen: Zum Beispiel musste Klein Bibelstellen kennen. „Da war er sehr gut drin“, erzählen die Freunde. Im Prinzip wünschen sie sich, dass Klein auch als Priester so bleibt wie sie ihn als Freund kennen: „Der Alex ist sehr gesellig, ich hoffe, dass er das nicht verliert“, sagt Martin Holländer. „Menschlich bleiben“, das sei wichtig als Pfarrer, sagt Dorothee Haselmann (30). Das Gefühl so kurz vor der Priesterweihe fasst Kerstin Kurrat so zusammen: „Es ist angespannte Vorfreude und ein bisschen Wehmut. Es ist ja ein Abschied für uns, er wird ja nicht in der Heimatpfarrei eingesetzt.“ An den Feiertagen werde Alexander Klein künftig nicht da sein, um mit ihnen zu feiern, nennt sie ein Beispiel: „Aber die Freude steht im Vordergrund, dass es soweit ist.“ (snr) Termin Wer Blumen für einen Blumenteppich hat, kann diese am Samstag zwischen 15 und 18 Uhr im Pfarrhaus in der Raiffeisenstraße in Dudenhofen abgeben. Auch Blumen, die nicht in Dudenhofen gewachsen sind, sind willkommen.

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