Speyer Eberhard wehrt sich gegen Kritik

Der Dudenhofener Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) hat auf die Kritik des FDP-Ratsmitglieds Jürgen Creutzmann zur neugebauten Kreuzung Landauer Straße/Hofgraben reagiert. Aus Eberhards Sicht ist die Kritik des FDP-Manns nicht berechtigt: „Die unangebrachte und unrichtige Kritik von Jürgen Creutzmann empört und enttäuscht zugleich“, schreibt Eberhard, dem Creutzmann vorgeworfen hatte, in der Causa zu schlafen.
Das FDP-Ratsmitglied Creutzmann warf dem Dudenhofener Ortsbürgermeister Eberhard vor, nicht auf Probleme mit der Kreuzung zu reagieren, obwohl dieser schon am Tag der Einweihung der Kreuzung Mitte April auf Mängel aufmerksam gemacht worden sei. Eberhard schreibt in einer Stellungnahme zu diesem Vorwurf, dass er gleich nach der Einweihung am 15. April den zuständigen Sachbearbeiter der Ordnungsabteilung beauftragt habe, eine Vorortbesprechung zu veranlassen. Am 20. April kam es zum Gespräch mit Vertretern von Polizei, der Ordnungs- und der Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung, Verbandsbürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) und Eberhard. „Dabei plädierte der Polizeivertreter dafür, der neuen Verkehrssituation eine Chance zu geben, da sich die Verkehrsteilnehmer auf die neue Verkehrssituation erst einstellen müssten. Auch der damals schon angesprochene Spiegel wurde nicht für sinnvoll erachtet, weil sich in ihm die Geschwindigkeit der anfahrenden Fahrzeuge nicht richtig einschätzen lässt. Darüber informierte ich in der folgenden Ausschusssitzung die anwesenden Ratsmitglieder“, berichtet Dudenhofens Ortsbürgermeister Eberhard. Persönlich sei er häufig die Straße Im Hofgraben gefahren, um links in die Landauer Straße einzubiegen und habe alle möglichen Fahrvarianten ausgetestet. „Am besten ist nach meiner Erfahrung die Landauer Straße beim Linksabbiegen einzusehen, wenn der Fahrer sich möglichst weit rechts einordnet“, so Eberhard. Die vielen Anrufe und Mails sowie eine Unterschriftenliste von Hofgraben-Bewohnern, die auf die ihrer Meinung nach gefährliche Situation hingewiesen haben, hätten ihn veranlasst, das Ordnungsamt wiederum zu bitten einen Ortstermin mit Polizei und LBM-Vertretern zu arrangieren, berichtet der Ortsbürgermeister weiter. Auch darüber seien im Ausschuss die Ratsmitglieder informiert worden. Bei einem Termin am 26. Mai seien auch die Fragen der neu gestalteten Kreuzung in der Landauer Straße besprochen worden. Eberhard: „Das Ergebnis war, einen Verkehrsversuch anzuordnen, bei dem den Verkehrsteilnehmern eine Spur zum Linksabbiegen vorgegeben wird. Dieser Verkehrsversuch wird zur Zeit vorbereitet und nächste Woche umgesetzt.“ Eberhard erinnert daran, dass schon seit 1990 an einer Entschärfung der Verkehrssituation an dieser Kreuzung gearbeitet worden sei und dass der Landesbetrieb Mobilität Speyer, der für die Landesstraße Landauer Straße die Planungshoheit besitzt, „dankenswerterweise die Planung kostenlos übernommen und dem Rat vorgestellt sowie den Gesamtumbau mit 50 Prozent bezuschusst“ habe. „Der Beschluss wurde mit einer Gegenstimme fast einstimmig gefasst und von der FDP-Fraktion besonders unterstützt und gewürdigt“, berichtet Eberhard und führt fort: „Der Ortsgemeinderat Dudenhofen arbeitet in den letzten Jahren fair, aber hart in der Sache und dem Ringen um die beste Lösung zusammen. Wenn Herr Creutzmann in allen Ausschusssitzungen der Ortsgemeinde anwesend gewesen oder wenigstens von seinen Fraktionskollegen informiert worden wäre, hätte er solche ungerechtfertigten Angriffe erst gar nicht an die Presse geben dürfen.“ Eventuelle Fehler ließen sich auch bei bester Vorarbeit nicht immer vermeiden, findet Eberhard: „Als Bürgermeister verantworte ich die Beschlüsse des Rates und deren Umsetzung und bin gerne bereit, nach sachlicher Diskussion, sinnvolle Verbesserungsvorschläge im Sinne unserer Bürger umzusetzen.“ (rhp) Das Problem Die neue Verkehrsführung an der Kreuzung Landauer/Carl-Zimmermann-Straße/Hofgraben hat bei vielen Anwohnern zu Unmut geführt. Das Hauptproblem: Wer vom Hofgraben nach links abbiegen oder geradeaus fahren will, hat keinen guten Einblick in die Landauer Straße und muss sich weit vorwagen. Aus Sicht der Anwohner ist dort eine neue Gefahrenstelle entstanden.