Speyer Dudenhofen wächst

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Beim Blick in die proppenvolle Festhalle beim Seniorennachmittag am Mittwoch in Dudenhofen lachte Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) das Herz. 216 Gäste über Siebzig hatten sich angemeldet, die einladende Ortsgemeinde deckte die Tische mit Kaffee, Kuchen und Schinkenbroten. Musikalisch begleiteten die dritten und vierten Klassen der Clemens-Beck-Schule, sportlich-optisch Karnevalverein-Tanzmariechen Lara Bolzer, 14 Jahre alt, das gemütliche Beisammensein.

Die Gemeinde rühmt sich einer „familienfreundlichen Kommunalpolitik“. Dazu gehört für den Ortsbürgermeister, sich auch und vornehmlich um die Senioren zu kümmern, für ihr Wohlbefinden Sorge zu tragen. Und das Hand in Hand mit den Freizeit-Angeboten der fast 50 örtlichen Vereine. Eberhards Ideal: „Sich über jeden Tag freuen, an jedem dritten und vierten eine Singprobe-, Gymnastik-, Strickstunde, Informationsveranstaltung, Feste besuchen, in geselliger Runde plaudern, ein Glas Wein trinken.“ Mit einem guten Tropfen stieß er Ende März auf einen Rekord an: „Zum ersten Mal hat Dudenhofen die 6000-Einwohner-Grenze überschritten.“ Nicht nur dank der Zuzüge. Eberhard: „Das Dorf wächst auch durch den Umstand einer steigenden Geburtenrate.“ An getanen, laufenden und geplanten Vorhaben für alle Bürger erwähnte er den Arbeitsbeginn am neuen Kindergarten, die beschlossene Erschließung zur Pferdehaltung Atzelhof, Ausschreibung der Erschließung Baugebiet Dreißig Morgen, Verkehrsversuch in der Iggelheimer und Gommersheimer Straße, die Diskussion zu Tempo 30 auf einigen Straßen und die Sanierung von Gehwegen, wichtig nicht zuletzt, dass ältere Menschen den Einkauf problemlos mit dem Rollator bewältigen könnten. Heimisch ist der katholische Seelsorger Gerhard Kolb in seiner neuen Pfarrgemeinde noch nicht, wie er verriet: „Auf der Suche nach der Festhalle bin ich gerade eine halbe Stunde in Dudenhofen herumgeirrt.“ Zuvor war er zehn Jahre Pfarrer in Annweiler, vereinte im Zuge der Pastoralreform die umliegenden Orte mit 13 Kirchen zur Großpfarrei „Elisabeth von Thüringen“. Warum er sie als Namenspatronin auswählte, erzählte er anhand ihres Lebenslaufes. Einige Stichworte: Geboren 1207, als Prinzessin aufgewachsen, im Alter von vier mit den Landgrafen von Thüringen verlobt, Heirat mit 14, drei Kinder, gründete 1226 unterhalb der Wartburg ein Hospital, Gatte Ludwig kam von einem Kreuzzug nicht zurück, Elisabeth verließ die Burg, die Familie, kümmerte sich um Kranke, lebte in Armut, starb 1231 in Marburg, wurde heilig gesprochen, ein Stück ihres Hochzeitskleides ist im Speyerer Dom verwahrt. Mit einem Präsent ehrte Eberhard die ältesten Gäste. Unter ihnen Anna Mainitz, Brunhilde Demhoff, Johann Weiß (alle 94), Anna Morsch, Rosa Bocklet (93), Heinrich Hill (91), Harry Mehlan, Franz Schätzle (90). |län

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