Handball
Dudenhofen besiegt Zweibrücken in Aufstiegsrunde
Tusch für die Handballerinnen der HSG Dudenhofen/Schifferstadt! Mit viel Jubel und Trommelwirbel feierten die Fans nach dem Schlusspfiff den ersten Erfolg in der Regionalliga-Aufstiegsrunde. Der Pfalzmeister deklassierte den saarländischen Champion SG SV 64/VT Zweibrücken vor lediglich 50 Zuschauen mit 34:20 (15:8).
„Die Höhe des Erfolgs überrascht schon. Denn Zweibrücken war im Vorfeld ganz schwer einzuschätzen“, sagte HSG-Übungsleiter Julian Großstück. Schließlich war für ihn nicht absehbar, wie die SG ohne Torschützenkönigin Janina Baus, die lediglich als Betreuerin mitkam, agiert. Der erste Blick auf die beiden Aufstellungen schien bessere Voraussetzungen bei den Gastgeberinnen zu vermitteln.
Unterzahl Zweibrücken
Großstück baute auf eine proppenvolle Auswechselbank, während die Gäste lediglich neun Feldspielerinnen aufboten. SG-Coach Rüdiger Lydorf füllte die Lücken der schon erfolgten sechs Abgänge mit sieben A-Juniorinnen und wertete das Match bereits als Vorbereitung auf die kommende Saison. Insbesondere im Rückraum hatte Zweibrücken auch körperliche Nachteile.
„Wir wussten, dass das in dieser ungewohnten Formation gegen einen kompletten eingespielten Gegner sehr schwer wird“, räumte er ein. Lydorf ließ die Seinen sehr offensiv in einer 3-2-1-Formation, die auch die gegnerischen Außenangreiferinnen früh annahm, verteidigen. Die Sieben aus dem Westen der Pfalz schaffte so durch Vera Jänicke, Emma Klein und Lea Bullacher eine rasche 3:1-Führung.
Starke Abwehr
Indes, Dudenhofen/Schifferstadt ließ sich nicht beeindrucken. „Wir haben ihnen mit unserer Abwehr den Schneid abgekauft und konnten sehr früh deutlich machen, dass wir heute die bessere Mannschaft sein würden“, lobte Großstück seine Defensive. Die Aufbaureihe der HSG mit Marlene Oetzel, Leah Ziegler und Jennifer Fohs nahm nicht nur den Kampf an, sondern setzte sich im Spiel Eins gegen eins mit zunehmender Spieldauer immer besser durch.
Über 7:3 klärte Dudenhofen/Schifferstadt die Fronten nach dem ersten Drittel der Spielzeit beim 12:5 bereits. Zweibrücken fand nicht zu seinem Spiel. Nur gelegentlich blitzte das spielerische Vermögen auf, so als Lea Luga per Rückhandpass Bullacher am Kreis bediente und diese zum 14:9 einnetzte.
SG patzt
Beide Teams versuchten, ein hohes Tempo zu gehen. Während dies den Einheimischen meist effektiv gelang, unterliefen Zweibrücken schon im Spielaufbau viele Fehler, die prompt zu weiteren Gegentreffern führten. Das Rückzugsverhalten der HSG war prima. Im Positionsspiel setzten sich die Akteurinnen um ihre Beste, Lejla Carkadzija, nur selten gegen die sattelfeste 6-0-Deckung der HSG durch.
Carolin Albrecht entschied das Duell der Torfrauen mit zwölf Paraden klar zu ihren Gunsten. Christina Grünewald und Leyla Semar im SG-Tor bekamen kaum einen Ball zu fassen. „Die Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torfrau war sehr gut. Carolin hat heute wieder ihren Wert für die Mannschaft unter Beweis gestellt“, so Großstück.
Kräfte schwinden
Nach dem Seitenwechsel kam der Erfolg über 23:11 nicht mehr in Gefahr. Das Geschehen plätscherte ohne große Emotionen vor sich hin. Bei 4/2 Zeitstrafen blieb alles fair. Die Hausherrinnen leisteten sich ebenfalls einige Fehler. Bei Zweibrücken schwanden die Kräfte. Dem Niveau des Geschehens war beides nicht zuträglich.
„Wir haben keinen guten Tag erwischt und haben zu viele technische Fehler gemacht“, erklärte Lydorf die Höhe der Niederlage. Für Abwechslung sorgte die kleine Kartenlehre, die Anna-Lena Etzel (HSG) von den Referees Hugger/Nitzke erhielt. Sophie Hugger unterbrach das Spiel, griff in ihre Gesäßtasche, hatte zunächst die Rote und dann die Blaue Karte in der Hand.
Zur Erleichterung der Gastgeberinnen gab es am Ende Gelb, also nur eine Verwarnung.
So spielten sie
HSG: Albrecht, Lehr (ab 47.) - Oetzel (11/2), Ziegler (8), Fohs (5) - Mae Kripp (2), Etzel (1) - Genova - Walburg (2), Jana Bäuerle, Pesla (1), Hoffmann, Setzer, Fischer (4).
Zweibrücken: Grünewald, Semar (ab 31.) - Jänicke (4), Hilz (1), Hartfelder (3/1) - Sommer, Krauß - Bullacher (2) - Klein (2/1), Luga (1), Carkadzija (7).