Speyer
Die Zeugnisse kommen mit der Post
Spätestens ab der dritten Klasse ist er etwas Besonderes, der Freitag Ende Januar, an dem es Zeugnisse gibt. Viele Schüler freuen sich darauf, anderen ist etwas bang. In diesem Jahr gibt es Notenzettel nicht aus der Hand der Klassenlehrer, sondern sie werden den meisten Schülern nach Hause geschickt. An den Schulen hat das in dieser Woche für sehr viel Arbeit gesorgt, denn in den Sekretariaten mussten all die Briefe vorbereitet werden.
„Wir haben das auf mehrere Schultern verteilt“, berichtet Ronny Wolf, Leiter des Hans-Purrmann-Gymnasiums. Die Sekretärinnen hätten die Umschläge bedruckt, die Klassenlehrer hätten die Zeugnisse „eingetütet“. Am Dienstag war der Hausmeister gefragt, um die fast 900 Sendungen zur Post zu bringen. „Wir haben die Gelegenheit genutzt, um den Schülern weitere Informationen zukommen zu lassen“, teilt Wolf mit. So seien zum Beispiel Klassenarbeiten hineingetan worden, die vor dem Lockdown nicht mehr zurückgegeben werden konnten. Kontakt zu den Schülern werde auch über das Internet gehalten.
Erste Schüler kehren zurück
Am Montag geht es vom Fern- in ersten Schritten wieder in den Regelunterricht. Ein Teil der Grundschüler kommt zurück an die Schulen. An den Speyerer Gymnasien sind es laut Wolf die Dreizehntklässler. Sie haben in den vergangenen Tagen ihre schriftlichen Abiturprüfungen absolviert und sollen jetzt noch auf die mündlichen Prüfungen im März vorbereitet werden. Wenn 14 Tage später die anderen Klassenstufen zurückkommen, könnte diese Phase für sie schon wieder beendet sein, deutet Wolf an, der sich mit den anderen Speyerer Schulleitern abspricht. Die Prüfungen seien Corona-frei geblieben.