Speyer Die Zauberflötenmusikmaschine
Römerberg. Gestern war in der Turnhalle der Grundschule Berghausen die Tournee-Oper Mannheim zu Gast. Zwei Schauspieler haben dort ein Stück aufgeführt, das den Titel „Aida und der magische Zaubertrank“ trug. Das Zuschauen hat richtig Spaß gemacht, auch den 150 Kindern der Grundschule. Vor allem haben sie gemerkt, dass Oper ganz und gar nicht langweilig ist.
Beweisen wollten das Nico Lindheimer und Hanna Czarnecka. Die zwei stecken nämlich hinter der Tournee-Oper. Zum Lachen gebracht haben sie die Kinder mit ihrer witzigen Schauspielerei. Gestaunt haben alle, denn super singen konnten die beiden auch noch. Die Geschichte, die die Profis mitgebracht hatten, war richtig aufregend. Die Oper retten wollten sie mit Hilfe einer Zauberflötenmusikmaschine. Die musste mit Requisiten aus verschiedenen Opern gefüttert werden, um daraus einen unwiderstehlichen Zaubertrank zu brauen. Das war vielleicht lustig, bis alle Requisiten beisammen waren! Ach so: Was Requisiten sind, haben die Grundschüler ebenfalls gelernt: Bewegliche Gegenstände sind das, die bei einer Opernaufführung verwendet werden. Das können Blumen, Kisten oder Briefe sein. So hat das „Aida Aschenbrödel“ erklärt, die von Hanna Czarnecka gespielt wurde. Von „Papageno Othello“, Nico Lindheimer also, erfuhren die Kinder, was ein Inspizient ist. Wisst ihr das schon? Ich sag’s euch: Das ist eine Person, die für die gesamte Vorstellung zuständig ist und darauf achten muss, dass alle Mitwirkenden zur richtigen Zeit am richtigen Fleck sind. Aber gestern mussten die beiden dafür sorgen, dass ihr Opernhaus nicht geschlossen wird. Das hat wirklich Nerven gekostet. Alle haben richtig mitgefiebert bei der Suche nach den notwendigen Einzelstücken, die in die Zauberflötenmusikmaschine gepackt werden mussten. Das Schlimmste: Bis Mitternacht – so wollte es das Stück – musste alles fertig sein. Selbstverständlich haben es die beide gepackt. Aber der Jubel und der Applaus von den Kindern war trotzdem riesengroß. Besonders viel Freude hatte die 3a an der Aufführung. Die Schüler durften sogar mitmachen: Greta (8) war auf einmal ein Leopard und Valeria (9) ein wilder Tiger. Für Sophie (9), die ein Piratentuch um den Kopf gewickelt bekam, war der Auftritt aufregend. Noch nie vorher hatte sie so etwas gemacht, verriet sie mir. Das hat Aaron (8) auch gesagt. Richtig nervös war er vor seinem Einsatz. Alle haben ihre Sache spitze gemeistert. Am Ende war wieder alles im Lot, wie das bei guten Geschichten immer der Fall ist. Die Kinder haben emsig mitgesungen beim letzten Lied. Die Opernaufführung werden sie bestimmt so schnell nicht vergessen. |xsm