Speyer Die Schmerzen dauern an

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Die Römerberger Gemeinderäte haben der im Sommer vollzogenen Fusion mit der Verbandsgemeinde Dudenhofen zwar zugestimmt. Die Entscheidung hatte ihnen damals aber große Schmerzen verursacht. Bei den Räten, die nun als Ortsgemeinderat tagen, zeigte sich am Dienstag, dass die Schmerzen noch nicht verklungen sind, dass die Römerberger Kommunalpolitiker mit ihrer neuen Rolle noch fremdeln, dem Status als verbandsfreie Gemeinde nachtrauern. Es war ganz am Ende des öffentlichen Teils der Ratssitzung, als die Emotionen hochschlugen, was so wohl keiner erwartet hatte. Verbands- und Ortsbürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU) wollte den Punkt „Anfragen“ schon abhaken, als sich Jürgen Schall (Grüne) meldete. Schall wollte wissen, was da dran sei, dass die Ortsbeigeordnete Käthe Maier (CDU) nicht mehr für Flüchtlinge zuständig sei. Er wollte wissen, wer bei dem Thema nun Ansprechpartner sei. Scharfenberger erwiderte, dass die Verwaltung nun komplett der Verbandsgemeinde im Dudenhofener Rathaus zugeordnet sei. Es entspann sich in der Folge eine etwas hektische Diskussion darüber, wer welche Kompetenzen hat und wie die Abläufe nun sind. Äußerungen von Käthe Maier legten nahe, dass sie selbst etwas unsicher ist, was ihre neue Rolle angeht. Da meldete sich die Verbandsbeigeordnete Irmgard Ball (CDU), die im Zuschauerraum saß: „Darf ich was sagen?“ „Eigentlich nicht“, erwiderte Scharfenberger mit Blick auf die Regeln, „aber machen wir mal eine Ausnahme.“ Ball, die als Hanhofenerin schon lange Erfahrung in einer Verbandsgemeinde hat, erklärte, die Verbandsgemeindeverwaltung sei die „Schreibstube“ der Ortsgemeinden und richte sich nach deren Anregungen. Doch auch das sorgte bei den meisten Ratsmitgliedern nicht für Klarheit. Das Durcheinander ging weiter. Schall fand, dass da einiges noch nicht gut laufe. Es wurde auch diskutiert, ob Ortsbeigeordnete überhaupt noch Geschäftsbereiche oder nur noch „Aufgaben“ haben. Günter Walburg (CDU) sagte sichtlich erregt, dass „man jetzt keine neuen Begriffe erfinden“ solle. Und überhaupt: Vor der Fusion sei doch versprochen worden, dass alles effizienter werde. Scharfenberger hielt die ganze Diskussion für überflüssig, sprach von „aufgeblasenem Getue“ und fand: „Hier verstehen einige nicht, worum es geht.“ Dass bei dem Thema noch Klärungsbedarf besteht, sahen am Ende viele so. Und auch Walburg, der sich wieder abgeregt hatte, meinte: „Da müssen wir noch mal in Ruhe drüber reden.“

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