Speyer Die Länge macht’s

Da geht’s lang: Radtouristikfahrt in Lingenfeld.
Da geht’s lang: Radtouristikfahrt in Lingenfeld.

«Lingenfeld.» Bestes Tourenwetter war dem Radfahrerverein (RV) Viktoria 05 in Lingenfeld gestern beschert. Bevor die große Hitze kam, nutzten über 150 Starter die Gelegenheit, sich vom Gerätehaus im Oberwald zum Rundkurs durch die Südpfalz aufzumachen. Seit vielen Jahren hat die Radtouristikfahrt (RTF) Tradition, wobei die Zahl der Volksradfahrer mittlerweile überschaubar bleibt.

„Es gibt viele, die mit dem Rad fahren, aber wenige, die bei den RTF mitmachen“, stellte Monika Rothhaas von der Meldestelle fest. Den Hauptgrund kennt sie aus eigener Erfahrung: „Die meisten sind berufstätig und wollen es am Wochenende langsam angehen lassen.“ Wer aber lange Strecken hinter sich bringen möchte, muss früh raus. So wie ein Teilnehmer aus dem Raum Köln, der bereits um 6.15 Uhr seinen Meldebogen ausfüllte. „Er ist in Urlaub in der Region Weinstraße und hat von unserer Tour gehört“, berichtete RTF-Wart Roland Hoffmann im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Wie der Fern-Fahrer, entschieden sich die meisten Radler für die längste Distanz. Die führte über 124 Kilometer und 1209 Höhenmeter. Im vergangenen Jahr verringerten die Lingenfelder das Streckenangebot erstmals von vier auf drei. Auch diesmal fragte niemand nach den gestrichenen 160 Kilometern. Stattdessen standen 46, 99 und besagte 124 km zur Auswahl. „Für jeden Leistungsgrad ist etwas dabei“, meinte Rothhaas. Genau dreimal feilte Hoffmann in diesem Jahr am Streckenverlauf. „Überall war unterwegs was los“, sagte er und meinte damit vor allem Baustellen und drei gesperrte Ortsdurchfahrten. Gut die Hälfte der Starter legte Karten für die Wertung des Bundes Deutscher Radfahrer vor. Die Gaudi zählte bei einer Gruppierung aus dem Raum Speyer/Ludwigshafen. Mit dem Klapprad ging’s auf den kleinsten Rundkurs. Mehr gab die Übersetzung nicht her. „Es macht Spaß, mit dem Klapprad die Rennradfahrer zu ärgern“, meinte Teilnehmer Oliver Zinkeisen grinsend. Was den Spaßradlern an der Lingenfelder RTF gefällt? „Das Vereinsheim“, erwiderte Zinkeisen spontan und ergänzte: „Hier sitzt mer ääfach schää.“ Vor zwei Jahren testeten die Klappradfreunde das schon einmal. Zufrieden äußerten sich die Helfer des RV Viktoria mit dem im vergangenen Jahr eingeführten Barcode-System, das das Erfassen der Fahrer erleichtert.

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