Speyer „Die Kinder erziehen ihre Eltern“

91-86565376.jpg

Mit dem Gütesiegel „Klimaschutz im Kindergarten – wir machen mit“ und Urkunden sind am Donnerstag in Frankenthal 40 Kindertagesstätten ausgezeichnet worden, darunter auch drei aus Speyer, Dudenhofen und Waldsee.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Verband Region Rhein-Neckar und das Naturgut Ophoven als Veranstalter honorierten damit das Engagement der Kita-Mitarbeiterinnen, das Thema Klimaschutz auf kindgemäße Art aufzugreifen. Zu den ausgezeichneten Einrichtungen zählen die Städtische Kita Abenteuerland in Speyer, die Kommunale Kita Naseweis in Dudenhofen und die Protestantische Integrative Kita Regenbogen in Waldsee. Die Städtische Kita Haydnstraße in Frankenthal war Gastgeberin der Abschlussfeier, bei der die Teilnehmer das Gesamtprojekt Revue passieren ließen und über persönliche Erfahrungen berichteten. 2015 hatten die Veranstalter ihre Kampagne „Kleiner Daumen – große Wirkung“ mit 15 Teilnehmern gestartet, in diesem Jahr waren es 53. Und die Organisatoren sehen weitere Steigerungsmöglichkeiten bei 1400 Einrichtungen, die sie, wie sie berichteten, alleine in diesem Jahr zur Teilnahme angeschrieben hatten. Das Angebot an die Kitas: Neben einem Tages-Workshop zur Einführung sollen anhand des Handbuchs „kleiner Daumen – große Wirkung: Klimaschutz im Kindergarten“ in sechs Projektmonaten mindestens zwei Themenbausteine mit den Kindern bearbeitet werden. Dazu gibt es Hilfestellung und Begleitung. Spielerisch mit Bildern, etwa einem schmelzenden Eisberg, auf dem alles Leben darauf, auch die Eisbären, untergehen („die Mädchen haben geweint“), wurden die Kinder an das Thema herangeführt. Mit alltagsnahen Beispielen wie gesundem Essen und mit dem persönlichen Vorbild, etwa Abfall zu vermeiden oder mit dem Fahrrad zu fahren, galt es, die Kleinen für Themen wie Klimaschutz und Klimawandel, Konsum und Ernährung, Abfall und Mobilität zu sensibilisieren. Zudem informierten die Organisatoren in den Kitas über den sparsamen Umgang mit Ressourcen. Die Rahmengeschichte vom König und seinem Daumen und die Umweltschutzideen seien von den Kindern sehr gut aufgenommen worden, sagten Projekt-Beteiligte. Manchen Kindern sei es sogar peinlich, wenn die Eltern immer wieder in alte Verhaltensmuster zurückfielen, etwa Brote einpackten und zusätzlich eine Frischhaltedose nähmen. Insgesamt klangen die Teilnehmer begeistert. Ihr Fazit: „Wir erziehen die Kinder, die Kinder erziehen die Eltern“. |cei

x