Speyer Die kühnsten Träume werden wahr

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DUDENHOFEN. Mit einem unerwarteten zweiten Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die Verbandsliga berechtigt, haben die Damen des TC Dudenhofen die Pfalzliga-Spielrunde abgeschlossen. „Dass wir so toll mithalten und bereits vor dem abschließenden Spieltag als Aufsteigerinnen feststehen, hätten wir vor Rundenbeginn auch in unseren kühnsten Träumen nicht gedacht“, sagte Spielführerin Marion Heller.

Dudenhofens

Vorsitzende Gaby Betz-Baumann sprach von einem bisher noch nie da gewesenen Erfolg einer aktiven Mannschaft: „Ich bin begeistert und gratuliere den Mädels ganz herzlich.“ Gleichzeitig weist TC-Chefin Betz-Baumann auch auf die gewaltige „Frauenpower“ im Klub hin: „All unsere Damen sind super. Die zweite Damenmannschaft ist in die A-Klasse und die 55er sind in die Verbandsliga aufgestiegen. Die 40er haben die Verbandsligarunde als Dritte beendet und die 50er die Spielklasse gehalten, ein Riesenerfolg, einfach toll.“ Nach dem Aufstieg in die höchste pfälzische Spielklasse in der Saison 2010 kämpfte die erste Damenmannschaft in früheren Jahren regelmäßig gegen den Abstieg. Zwei fünfte und ein sechster Platz sprangen dabei heraus. Nun glückte in nahezu gleicher Besetzung wie im Aufstiegsjahr der große Wurf. Lediglich Schülerin Selina Stahler (15), die mit Leistungsklasse zehn auf der Spitzenposition aufschlug, kam neu hinzu. Durch ihren Einsatz rutschten die übrigen Spielerinnen um einen Punkt nach hinten, was deren Erfolgsaussichten deutlich verbesserte und zu dem guten Abschneiden beitrug. „Außerdem haben wir uns spielerisch weiterentwickelt und im Gegensatz zu früheren Jahren die matchentscheidenden Doppel gewonnen“, erläuterte Kapitänin Heller im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Beispielhaft erwähnte sie den 12:9-Auftaktsieg bei TC Caesarpark Kaiserslautern, bei dem die Paarung Heller/Julia Weber mit einem 10:8 im Matchtiebreak für das erste überraschende Erfolgserlebnis sorgte und die Weichen in Richtung Aufstieg stellte. Die Ausgeglichenheit des Kaders, der wunderbare Zusammenhalt und die Stärke in der Doppelkonkurrenz seien die wichtigsten Grundlagen des Erfolges gewesen. Von 21 Doppelpartien verlor das Team nur vier. Stahler blieb ebenso ungeschlagen wie Katrin Varlemann, Christina Scheible und Sandra Nuber. Teamchefin Heller und Stahler erzielten mit 27 die meisten Matchpunkte. Dass die Mannschaft von Verletzungen verschont blieb, habe zeitweise zu einem Luxusproblem geführt: „Alle waren fit und heiß auf ihren Einsatz“, erklärte sie: „Doch mit wechselseitigen Einsätzen haben wir das ganz gut in den Griff gekriegt.“ In der neuen Spielklasse wartet kein Honigschlecken. Denn bei Gegnern wie TC Oppau, TSC Mainz, BW Homburg und TC Merzig stehen ausländische Profi-Spielerinnen, eingestuft in die höchste Leistungsklasse eins. Die Dudenhofenerinnen wissen um die Schwere der Aufgabe. Von der Pfalz- in die Verbandsliga sei es ein Riesensprung. Die vielleicht einmalige Gelegenheit, eine Verbandsligarunde zu bestreiten, lassen sie sich aber keinesfalls entgehen. Frust wollen sie auch bei zu erwartenden Niederlagen nicht aufkommen lassen. Die Freude an der Herausforderung überwiegt. Spaß am Tennis und gute Laune sollen nicht leiden, auch wenn der TC voraussichtlich nicht allzu viele Siege feiert. Die Spielführerin geht davon aus, dass die Mannschaft beisammenbleibt. Ob Neuzugänge hinzukommen, lässt sie offen: „Zunächst wollen wir versuchen, uns mit dem bisherigen Kader zu behaupten, wobei es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch verfrüht ist, endgültige Entscheidungen zu treffen.“ Wie alle Tennisclubs freue sich auch der TC über jedes neue Mitglied. Wenn gar eine Verstärkung für die Verbandsligamannschaft darunter wäre, werde sich gewiss keine aus dem Team verschließen.

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