Speyer Die Hexen sind schuld

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DUDENHOFEN. Es war alles so schön geplant: Der Maibaum vor dem Dudenhofener Rathaus wird aufgestellt und der lange Zeit trockene Brunnen sprudelt wieder. Die RHEINPFALZ wollte auch ein Bild veröffentlichten – der Text hätte lauten sollen: „Maibaum steht, Brunnen geht.“ Oder so ähnlich. Doch: Das Wasser läuft schon wieder nicht. Warum ist das so?

Schuld sind die Hexen. Das sagt Dudenhofens Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) zwar nicht genau so, aber im Prinzip haben Spülmittel-Hexen die Pläne des Ortsbürgermeisters etwas durchkreuzt: „Jemand hat in der Hexennacht Spüli in den Brunnen geschüttet“, erklärt Eberhard. Und das habe zu „Mordsschaumbergen“ geführt. Deswegen musste der Anfang der 1990er Jahre erbaute Brunnen, der lange trocken lag und pünktlich zum Maibaumaufstellen am 30. April wieder Wasser führte, am Folgetag auch schon wieder ausgeschaltet werden. „Der Brunnen ist heute morgen gereinigt worden“, sagte Ortsbürgermeister Eberhard gestern Vormittag. Und am Nachmittag konnte er dann Vollzug melden: „Er läuft wieder.“ Hoffentlich lange: Denn die Dudenhofener mussten seit dem Sommer 2013 aufs Wasserspiel vor dem Rathaus verzichten. „Der Motor der Pumpe war kaputt und musste hergerichtet werden“, berichtet Eberhard. Zudem sind die Kupfer-Figuren gereinigt, der Boden betoniert und die Auslassdüse angehoben worden. Der Brunnen ist jetzt „tiefergelegt“: Statt bisher drei Treppen gibt es jetzt nur noch eine Treppe, so dass Kinder im Wasser spielen können. Das Brunnenbecken ganz flachzulegen, hätte nicht funktioniert, sagt Eberhard, weil das Wasser sonst nicht ablaufen könnte. Die Kosten fürs Herrichten liegen insgesamt bei knapp 10.000 Euro. Und eine letzte Frage noch: Warum hat das denn alles so lange gedauert? „Die Vorgabe war, dass alles unter 13.000 Euro kosten sollte“, erklärt Eberhard. Und so habe die Gemeindeverwaltung versucht, Geld einzusparen, indem man keinen Generalunternehmer genommen habe, was mit 30.000 bis 35.000 Euro zu Buche geschlagen hätte, sondern die Arbeiten auf mehrere Auftragnehmer aufgeteilt (was Absprachen zur Folge hatte) oder selbst ausgeführt. Ein Beispiel, das Eberhard anführt, um den Sparwillen aufzuzeigen: Die Gemeinde habe eine Maschine für das Säubern der Kunstwerke kostenlos leihen können, die Bauhofmitarbeiter hätten die Figuren dann saubergemacht. Es seien dann nur die Lohnkosten für die Bauhof-Mitarbeiter angefallen. „Allein dadurch haben wir 9000 Euro eingespart“, berichtet der Ortsbürgermeister. (snr) Die Rubrik Unter dem Titel „Dienstagsfrage“ beantworten wir einmal die Woche Fragen, die im Alltag im Speyerer Umland auftauchen.

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