Speyer Die Golden Gate Bridge wartet schon

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Pfarrer Josef Metzinger hat eine gute Nachricht für die Gruppe Er hat gehört, dass die Lufthansa-Piloten bis September erst mal nicht streiken wollen. Gut so: Denn in wenigen Tagen – am Montag, 10. August – wollen 27 junge Leute und zehn Betreuer mit ihm für drei Wochen in die Jugendfreizeit nach Amerika fliegen.

Noch sitzen Julian Ziehl (19), Frederic Mertens (19), Nina Morgenstern (19), Thomas Heimgärtner (24), Anna Flörchinger (17) und Jill Kinscherff (15) entspannt um den Tisch im Pfarrhaus von Metzinger. Wie alle Teilnehmer sind sie entweder bei den Messdienern, der Jungen Kirche oder der Katholischen Jungen Gemeinde engagiert – eine Bedingung, die Metzinger bei seinen Fahrten stellt: „Es ist ein Dankeschön dafür, dass sie das ganze Jahr über ihre Zeit der Kirche opfern.“ Für die Dudenhofenerin Anna wird es ihr erster Flug überhaupt. Nervös sei sie aber nicht. Immerhin hat Pfarrer Metzinger mit seinem Betreuerteam alles genau durchorganisiert. Unter ihnen ist auch Annika Kröner (28), Erzieherin in der katholischen Kita in Harthausen und Haushälterin. Mit der Reisegruppe waren sie sogar am Frankfurter Flughafen, sie konnten sich alles ansehen, selbst der Airbus A 380 wurde ihnen gezeigt. Mit mehreren Infoabenden und einem 80 Seiten-Infoblatt-Katalog wurden alle vorbereitet. Für Jill, Thomas und Nina ist Fliegen ohnehin kein Problem. Sie waren mit den Eltern bereits in Spanien, Ägypten, Tunesien oder in Paraguay unterwegs. San Francisco, Santa Cruz, Fresno, Las Vegas, Salt Lake City, Yosemite Nationalpark und wieder San Francisco – insgesamt 5100 Kilometer einmal durch die US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada und Utah. Mit mehreren Vans, einem Umzugswagen fürs Gepäck und einem 15-Sitzer-Kleinbus wird die Gruppe vom 10. bis 30. August auf Tour gehen. Für Metzinger bieten die Jugendreisen die Möglichkeit, die „gruppendynamische Seite und soziales Verhalten“ bei den Jugendlichen zu fördern. „Außerdem hat man die Chance, Religiöses zu machen. Und es geht natürlich auch darum, Fun zu haben.“ Wie jede seiner Reisen steht auch diese unter einem Motto. Das möchte er aber noch nicht verraten: „Das ist Teil der ersten Einheit in den USA“, erklärt er. Bis dahin bleibt es also spannend. Viel zu sehen und erleben gibt es aber in jedem Fall: Unter anderem ist ein Besuch der St. Mary’s Cathedral in San Francisco geplant, auch ein Abstecher zu den Mormonen steht auf dem Programm. Julian aus Heiligenstein, Frederic aus Dudenhofen und der Berghausener Thomas waren schon bei früheren Fahrten dabei. Anstrengend sei es zwar gewesen, am Ende seien sie aber auch mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken zurückgekommen. Genau diese möchten die Jugendlichen nun auch in den USA sammeln: „Ich bin gespannt, da man vor allem mit vielen Leuten auf engstem Raum auskommen muss“, sagt Heimgärtner. Nina freut sich besonders darauf, „sich selbst zu entwickeln und neue Freundschaften zu knüpfen“. Oder diejenigen zu vertiefen, die schon bestehen, werfen Frederic und Julian ein. Außerdem stehen die Besuche in den Hardrock-Cafés in San Francisco und Las Vegas weit oben auf der Favoritenliste der Reisenden. Frederic wird auf den Fahrten wohl die Rolle des DJs übernehmen. „Es gibt nur eine Bedingung, wenn ich mitfahre: Es muss Rammstein laufen“, sagt Metzinger. FSJler Frederic freut sich darauf, die Golden Gate Bridge endlich einmal „live“ zu sehen. In der siebten Klasse hätte er diese im Kunstunterricht gemalt: „Die war echt hässlich.“ Auf die Brückenarchitektur, aber vor allen Dingen „auf das Lichtermeer von San Francisco“ ist Thomas schon jetzt gespannt. Selbst mit dem frühen Aufstehen, teilweise ist das bereits für 4 oder 5 Uhr geplant, und den beiden Schweigetagen, hat die Gruppe kein Problem: „Es wird bestimmt hart, aber es lohnt sich hoffentlich“, sagt Nina. Im Netz Wer sich über die Reise der Gruppe informieren will, kann dies auf www.usa2015.de tun. Dort werden auch Reiseberichte sowie die Arbeitsanweisungen der einzelnen Tage eingestellt.

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