Speyer „Die Gastfreundschaft ist überwältigend“

FERDINAND/DUDENHOFEN. Der Chorsänger Clemens Körner, der derzeit mit dem katholischen Kirchenchor von Dudenhofen in Ferdinand im US-Bundesstaat Indiana weilt, hat gestern auf Bitten der RHEINPFALZ per E-Mail vom Aufenthalt in dem 2000-Einwohner-Städtchen berichtet. Der Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises ist von der großen Gastfreundschaft der Amerikaner beeindruckt.
, der mit 46 weiteren Chorsängern in Amerika weilt, schreibt: „Wir gaben zwei Konzerte vor voll besetztem Haus. Einmal weltliche Lieder und am Sonntag der geistliche Part mit zum Beispiel der Haydn-Messe. Die Gastfreundschaft war und ist überwältigend. Jeder fragt nach seinen Wurzeln in Dudenhofen, Hanhofen und Harthausen. Wir werden versorgt wie Gott in Frankreich. Die Reden sind herzergreifend – die Tränen seien das Wasser für die gemeinsame Wurzel. Heute zum Abschied werden wieder Tränen fließen. Jetzt geht es ins Amish-Land und morgen Mittag zurück…“ Wie vor zwei Wochen berichtet, ist der Dudenhofener Kirchenchor, der von Silvia Körner geleitet wird, seit vergangenem Dienstag in den Vereinigten Staaten. Drei Tage lang waren die Sänger in Ferdinand, Indiana. In die Gegend um Ferdinand sind mehrere Familien aus Dudenhofen vor etwa 175 Jahren eingewandert. Das Gebiet, in dem sich die Auswanderer aus Deutschland angesiedelt haben, heißt bis heute „Dudenhofen Eck“. Die Familiennamen Tretter, König, Amann, Bettag, Lindauer, Zettler, Holländer, Ofer, Nord, Horländer oder Balbach sind auch in Nordamerika zu finden, heißt es im Buch „Bürger und Fremde in Dudenhofen/Pfalz“ (2004) von Erwin Franz Ofer. 1845 schrieb der Dudenhofener Pfarrer Carl Wies seinem amerikanischen Amtsbruder einen Brief, in dem er eine Auswanderungsgruppe seiner „bischöflichen Obsorge“ empfiehlt, schreibt Erwin Franz Ofer in seinem Buch. Dieser Brief, genannt „Dudenhofen document“ werde heute noch im Pfarramt von Ferdinand aufbewahrt. (rhp)