Speyer
Der Putz bröckelt: Speyerer Brezelfest braucht helfende Hände
Das Brezelfest-Tor hat schon bessere Tage gesehen. Immer im Juli hat es seinen großen Auftritt. Es wird beleuchtet, mit Fahnen geschmückt und heißt die Besucher an der Klipfelsau auf dem Volksfest herzlich willkommen. In rund fünf Wochen soll es wieder soweit sein. Dann soll das Tor ein anderes Bild abgeben als in diesen Tagen. Fritz Hochreither fährt mit einem Spachtel an einer Torseite entlang, Farbe und Putz blättern ab. „Nur noch Sichthaftung“, sagt der Malermeister. Er ist Ehrenmitglied des Speyerer Verkehrsvereins, der das Brezelfest veranstaltet.
„Ich hänge sehr daran“, sagt Vereinsvorsitzender Uwe Wöhlert über die Konstruktion. Sie markiere eben den Eingang zum Brezelfest und gehöre einfach dazu. Ein Tor zum Brezelfest habe es eigentlich schon immer gegeben, das aktuelle sei 2007 erstmals aufgestellt worden. Gebaut hat es der von der Mainzer Fasnacht bekannte renommierte Wagenbauer Dieter Wenger. Mit Säulen, Bogen und dem „Brezelbu“ an der Spitze misst es mehr als zehn Meter, schätzen die Ehrenamtler. Um es aufzubauen, müssen ein Sattelschlepper und ein kleiner Kran bemüht werden. Den schlechten Zustand, den das Tor inzwischen hat, „hätten wir nicht mehr kaschieren können“, so Wöhlert. Es sei klar gewesen: „Da müssen wir unbedingt was machen.“
Der Witterung ausgesetzt
Die Schäden am Tor haben wohl auch damit zu tun, dass es in den vergangenen Jahren recht ungeschützt der Witterung ausgesetzt war – und das nicht nur während der Brezelfest-Tage. Inzwischen lagert es überdacht auf einem Gelände der Firma Spira Baugeräte – Geschäftsführer Philippe Dupré ist ebenfalls ehrenamtlich beim Verkehrsverein engagiert.
Auf diesem Gelände soll der Brezelfest-Bogen nun wieder saniert werden. Die finanzielle Unterstützung dafür ist bereits groß: Auf der Plattform „Speyer-Crowd“ der Speyerer Stadtwerke waren bei einer Spendenaktion innerhalb weniger Wochen mehr als 2300 Euro zusammengekommen. „Danke an die Stadtwerke und die Spender“, betont Wöhlert. Damit könne bereits Werkzeug und Material gekauft werden, allerdings brauche es noch weitere Spenden, um die anfallenden Kosten zu decken.
Der Plan zur Sanierung
Was das Brezelfest-Tor aber noch dringender braucht, seien helfende Hände. Fritz Hochreither ist als Ober- und Ehrenobermeister der Maler- und Lackierer-Innung vom Fach, auch Dachdecker-Meister Michael Kief schaut sich die Konstruktion an. Der alte Putz müsse runter, zudem müssten die Spanholzplatten wieder ordentlich verschraubt und mehrere Stellen abgedichtet werden. Neuer Haftgrund, Putz und Fassadenfarbe müssten aufgetragen werden. Den größten Teil der Arbeit werde es aber wohl machen, die rund 125 Quadratmeter Torfläche zu säubern. In einem Rutsch sollen dann auch gleich Fahnen und der Brezelbu, der auf der Konstruktion thront, von Staub und Dreck befreit werden.
Bis zum Beginn des Brezelfests ist das eine ambitionierte Aufgabe, wissen die Ehrenamtler, die deswegen dankbar für Unterstützung wären. Besonders versierte Helfer aus dem Malerbereich, die Material aufspachteln könnten, wären eine große Hilfe, betonen sie. Nun gelte es, Arbeitseinsätze zu koordinieren. Gemeinsam solle der Torbogen „so schnell wie möglich“ saniert werden – und beim Brezelfest ab 9. Juli wieder die Besucher begrüßen.
Zur Sache
Wer bei der Sanierung des Torbogens unterstützen möchte, kann sich bei Uwe Wöhlert unter uwe.woehlert@verkehrsverein-speyer.de melden. Spenden an den Verkehrsverein ( IBAN: DE84 5455 0010 0380 0119 99) würden ebenfalls noch benötigt.Der Verein kann keine Spendenquittungen ausstellen.