Speyer Der Mannschaftsspieler
und seine Heimat – das ist für Hook vor allem der „Waldhof“, das Aufwachsen dort mit sieben Geschwistern, die „glückliche Kindheit“. Das Elternhaus stand direkt am Waldrand, die Bank einige Meter waldeinwärts, wählte er als Ort für das Fotomotiv für den RHEINPFALZ-Artikel. „Das war mein Spiel- und Abenteuergelände, da fühle ich mich heute noch wohl“, sagt Hook. Er ist nie weg aus Dudenhofen, wohnte in der St.-Klara-, Kilian-, Goethestraße und ist 2005 „zurück in die Mozartstraße“. Hook ist 58 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Nach der Grund- und Hauptschule lernte er in der BASF Maschinenschlosser, arbeitete von 1986 bis 2017 als CNC-Dreher und Programmierer bei der Firma Staehle mit knapp 200 Beschäftigten in Schifferstadt, übernahm dann den Job des Hausverwalters der Stadthalle Speyer. 25 Jahre war er Betriebsrat, freigestellter Betriebsratsvorsitzender. An Alltagsproblemen von damals nennt er „befristete Arbeitsverträge, Leiharbeit, Zwischenmenschliches.“ 16 Jahre gehörte er dem IG Metall-Ortsvorstand Ludwigshafen/Frankenthal an. Was, wie er sagt, sein gesellschaftspolitisches Denken und Verständnis schärfte. Noch immer ist Hook ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Ludwigshafen, verhandelt im Schnitt einmal im Monat mit über Klagen gegen Kündigung, Abmahnung, Lohn-Eingruppierung, Streit und damit auch über das Schicksal. 2012 war er Mitbegründer des Fußball-Jugend-Fördervereins JFV Ganerb. Bei mittlerweile 430 Nachwuchsspielern, 45 Trainern und Betreuern sowie „aller Leidenschaft Dinge und Menschen zu bewegen“ sieht sich der JFV-Jugendkoordinator Hook an der Grenze des Ehrenamts angekommen. Er möchte Aufgaben an einen Hauptamtlichen in Teilzeit delegieren. 2009 wollte ihn Hanhofens Ortsbürgermeisterin Friederike Ebli für eine Kandidatur zum Verbandsbürgermeister gewinnen. Hook, „über das Geschehen im Ort immer auf dem Laufenden“, überlegte, hatte letztlich aber „mit allem anderen genug zu tun“, wurde jedoch zumindest SPD-Mitglied. Neun Jahre später wurde er bei einer Wahlkampfveranstaltung von Stefanie Seiler – die Speyerer Oberbürgermeisterin ist Hooks Nichte – gefragt, ob er als Ortsbürgermeisterkandidat von Dudenhofen kandidieren wolle. Jetzt war er „interessiert“, wollte vor einer Zusage jedoch „bestimmte Rahmenbedingungen, die Unterstützung durch das Team Ortsverband geklärt haben“. Nach einem längeren Gespräch mit Dudenhofens SPD-Chef Wilhelm Kannegießer sagte Hook ja. „Ich bin kein Einzelkämpfer, auch wenn die Wahl des Ortsbürgermeisters eine Personalwahl ist, wollte ich die Bewerbung auf viele Schultern verteilen“, sagt der 58-Jährige. Der Ball – Hook wirbt mit dem Slogan „Immer am Ball für Dudenhofen, mein Herz, meine Heimat“ – liegt auf dem Spielfeld. Punkten will Hook bei den Wählern mit den Stichworten Familie (Bau von Mehrgenerationenhäusern), Umwelt (Müllreduzierung) Vereine (gemeinsame Konzepte, Einbindung der Jugend), Senioren (Erleichterungen des Alltags), Verkehr („90 Prozent der Bürgergespräche“) sowie kulturelle Vielfalt. Auch wenn „vieles noch nicht morgen oder übermorgen zu erreichen ist“, betont der Sozialdemokrat.