Speyer Der erste Krimitag
Das „Syndikat“ ist ein Verein zur Förderung der deutschsprachigen Kriminalliteratur. Er veranstaltet seit vielen Jahren im deutschsprachigen Raum Ende November/Anfang Dezember Krimitage, die an Friedrich Glauser erinnern, der als Begründer des deutschsprachigen Krimis gilt. Nun war im Historischen Ratssaal der erste in Speyer. Neben den drei Autoren war auch die Polizei vor Ort, der Leiter der Polizeiinspektion Speyer, Polizeirat Florian Baum, begrüßte die Gäste und über Mittel zur Vorbeugung gegen Einbrüche gab Polizeihauptkommissar Johannes Barra wertvolle Tipps.
Natürlich konnten an dem ausgesprochen unterhaltsamen Abend nur kurze Kostproben aus den Werken der drei Krimiautoren geboten werden, aber diese machten große Lust auf mehr. Dabei ging es ja keineswegs um lustige Dinge.
„Fahr nicht fort, stirb vor Ort“
Doch schon Til Petersen, im wahren Leben bekannt als Klaus Maria Dechant, in Reilingen lebend und im Vorstand des Syndikats, verbindet den Krimi mit Satire und Humor. Das deutet ja schon der Titel seines neuen Buches an: „Fahr nicht fort, stirb vor Ort“, das er in Speyer vorstellte. Hier geht es um den Bestatter Hermann Thaddäus König in wirtschaftlichen, amourösen und aufgrund einer Beihilfe zum Selbstmord eventuell auch rechtlichen Nöten.
Allein durch das Speyerer Original Kurt Kerbel und seinen Mundart-Slang sind Uwe Ittensohns Krimis immer auch lustig. Der Speyerer Autor las denn auch das Speyer-Kapitel seines 2024 erschienenen Krimis „Letzte Lese“, in dem denn auch besagter Kurt Kerbel zu Wort kommt.
„Teelicht, Tatort, Tannenduft“
Der Speyerer Christoph Lode, schriftstellerisch eher bekannt als Daniel Wolf oder Kilian Eisfeld, las schließlich den Anfang seiner Kurzgeschichte aus der weihnachtliche Krimi Anthologie „Teelicht, Tatort, Tannenduft“ um einen modernen Heidelberger Perkeo – und er ließ das Publikum mit einem offenen Fall zurück.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Katharina Palatina, im Brotberuf bei der Polizei gewesen, auf dem Saxofon mit durchaus passenden Stücken (Pink Panther).
Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern der Benefizveranstaltung in Speyer gingen dank der Unterstützung der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG an den Weißen Ring Rheinpfalz. Die Autoren verzichteten auf ein Honorar und die Buchhandlung Fröhlich spendete auch den Erlös aus dem Buchverkauf.
Criminale des „Syndikats“ in Schwetzingen
„Kriminell“ geht es in der Region demnächst intensiv weiter. Im Frühjahr erscheint der neue Roman von Uwe Ittensohn und im April ist die Criminale des „Syndikats“ auf der anderen Rheinseite in Schwetzingen (Info: www.das-syndikat.de).