Speyer „Dem Trubel entweichen“

Waldsee. Die Ortsgruppe Waldsee richtet am kommenden Samstag, 11. März, um 14 Uhr die Mitgliederversammlung des Pfälzerwald-Vereins (PWV) in der Kulturhalle aus. Die Organisatoren erwarten rund 300 Delegierte aus den Ortsgruppen. Otto Reiland (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rheinauen und selbst PWV-Mitglied, hat im Vorfeld mit unserer Mitarbeiterin Christine Kraus über seine Beziehung zum Pfälzerwald und die Aktivitäten der Ortsgruppe gesprochen.
Das war im letzten Herbst. Wir laufen jedes Jahr ein paar Mal am Haardt-Rand. Was bedeutet der Pfälzerwald für Sie persönlich? Für mich ist das ein riesiges Waldgebiet. Als Kind war ich oft in den Ferien bei meiner Tante in Albersweiler. Von dort konnte man auf den Trifels gucken. Mein Onkel hatte ein Waldstück, wir sind zusammen mit dem Fuhrwerk in den Wald gefahren, das war immer interessant. Wandern war damals für uns Bauernkinder nicht angesagt, wir waren ja oft und viel zu Fuß unterwegs. Welche Bedeutung hat der Pfälzerwald für die Gemeinden in der Vorderpfalz? Man ist schnell da und kann dem Trubel in unserer dicht besiedelten Region entweichen und abseits von Verkehrsbelastung die Natur genießen. Ich höre immer wieder von Waldseern, dass sie oft in den Pfälzerwald zum Wandern fahren. Warum richtet eine Rhein-Gemeinde wie Waldsee die Mitglieder-Versammlung für den Pfälzerwald-Verein aus? Lore Nieser, die Vorsitzende der Waldseer Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins ist sehr engagiert, die Ortsgruppe ist sehr aktiv, was Ausflüge und Wanderungen betrifft. Frau Nieser pflegt die Verbindung zu den Nachbarortsgruppen. Sie hat die Versammlung, die jährlich an einem anderen Ort stattfindet, nach Waldsee geholt und rechnet mit etwa 300 Teilnehmern. Hinterlässt der Pfälzerwald-Verein auch Spuren hier im Ort? Der Verein hat an der Sommerfesthalle eine Wanderwegetafel aufgestellt auf der Wanderwege rund um den Ort eingezeichnet sind. Er organisiert Gemarkungswanderungen und hat auch schon die Landratswanderung ausgerichtet. Außerdem bereichert der Verein das Leben im Ort mit traditionellen Veranstaltungen, wie das Schlachtfest oder das Sommerfest mit der Oldtimer-Traktoren-Ausstellung. Das kommt immer gut an. Besonders ältere Leute fühlen sich angesprochen. Sie suchen dort Geselligkeit und finden sie auch.