Speyer „Das Jahr ist für mich ein wahres Märchen“

Stolz wie Oskar: Werner Meyer mit Pokal und Urkunde nach erneut gewonnener Pfalzmeisterschaft.
Stolz wie Oskar: Werner Meyer mit Pokal und Urkunde nach erneut gewonnener Pfalzmeisterschaft.

Werner Meyer ist als Kapitän der Herren 65 des Tennis-Teams TC Dudenhofen/GW Edenkoben in die zweithöchste deutsche Spielklasse aufgestiegen und hat die Pfalzmeisterschaft im Einzel gewonnen. Manfred Scherer hat ihn interviewt.

Wie fühlen Sie sich als frisch gebackener Pfalzmeister?

Es fühlt sich wunderbar an, insbesondere, weil ich den Pfalzmeister-Titel schon ein zweites Mal gewinnen und damit beweisen konnte, dass es kein Zufallsergebnis war. Mit dem unerwarteten Aufstieg in die Südwestliga ist das Tennisjahr 2017 für mich ein wahres Tennismärchen. Kam der Titelgewinn für Sie überraschend, oder haben sie bereits im Vorfeld damit geliebäugelt? Wenn man sich zu einem Turnier anmeldet, hofft man natürlich, nicht in der ersten Runde auszuscheiden und möglichst das Finale zu erreichen. Nachdem zwei Spieler mit der Leistungsklasse acht dabei waren, hielten sich meine Erwartungen in Grenzen. Dass es am Ende tatsächlich gereicht hat, war für mich schon sensationell. Worauf führen Sie den Erfolg zurück? Ich habe das Glück, relativ fit und verletzungsfrei zu sein, was natürlich auf ein zielstrebiges und an mein fortgeschrittenes Alter angepasstes Training zurückzuführen ist. Nach meinem tollen Abschneiden in der Medenrunde hatte ich auch das notwendige Selbstvertrauen. Sehen Sie das Jahr 2017 als das erfolgreichste in ihrer Tennis-Laufbahn? Zweifellos, der Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse und noch der Gewinn der Pfalzmeisterschaft sind gewiss nicht alltäglich. An derart tolle Erfolge hätte ich vor der Spielrunde nicht im Traum gedacht. Gab es auch Rückschläge? Wie jeder Sportler habe ich in meiner Laufbahn auch Niederlagen einstecken müssen. Damit muss man natürlich immer rechnen. An richtiggehende Tiefschläge kann ich mich allerdings nicht erinnern. Das Jahr 2017 ist für mich schon außergewöhnlich und lässt sich wohl kaum wiederholen. Wie kamen Sie denn überhaupt zum Tennis? Begonnen habe ich mit Tischtennis. Nachdem sich meine Frau Elvira dafür aber überhaupt nicht begeistern konnte, haben wir uns zusammen beim TC Dudenhofen angemeldet und mit sehr viel Spaß das Spiel mit der gelben Filzkugel betrieben. Sie hat es übrigens auch bis zur Oberliga geschafft. Diesen Schritt haben wir beide bis heute Tag nicht bereut. Übten Sie vorher auch andere Sport aus? Außer dem Tischtennis habe ich, wie fast alle Jungs, auch sehr gerne Fußball gespielt. Wann und wo ging’s mit Tennis los? Mein erster Tennisverein war der TC Dudenhofen, bei dem ich vor knapp 40 Jahren begonnen habe. Waren Sie immer in Dudenhofen? Es gab eine zweijährige Gast-Episode in der Regionalliga beim TC Edenkoben, an die ich sehr gerne zurückdenke. Ich habe dort neue, sehr gute Freunde gefunden, von denen einige als Spielgemeinschaft mit dem TCD zu dem super tollen Aufstieg in die Südwestliga beigetragen haben. Wo sehen Sie ihre Stärken? Ich glaube, dies ist meine Nervenstärke. Denn im Wettkampf spiele ich oft besser als im Training. Natürlich benötigt man auch ein wenig Glück, um erfolgreich zu sein. Gibt es auch Schwächen? Wie jeder Tennisspieler habe auch ich meine Schwächen. Bei relativ leicht gewonnenem erstem Satz werde ich oft leichtsinnig und mache es manchmal unnötig spannend. Was gibt es Neues in Sachen Südwestliga? Spielgemeinschaften dürfen ja bekanntlich nicht hoch? Dieses Thema nervt mich, weil es bei den einzelnen Verbänden und Spielklassen unterschiedlich gehandhabt wird. Der Regionalverband Südwest macht es den Vereinen mit dieser Regelung unnötig schwer. Trotzdem sehe ich auf Grund unseres herausragenden Teamgeistes keinerlei Problem, eine für den TC Dudenhofen auflaufende spielstarke Truppe aufzubieten, die in der uns noch unbekannten Südwestliga bestehen sollte.

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