Römerberg
Dart: Berghausen ist Meister
Im März 2020 sollte der Startschuss für die Saison fallen – Pfeifendeckel. Corona kam und brachte den Lockdown. Im September begann die Vorrunde. Dann kam der Lockdown light. „Gott sei Dank wurde die Liga nicht abgebrochen, sondern nur unterbrochen“, ist Lucas erleichtert.
Die Zeit zwischen den Lockerungen überbrückten die Dartspieler mit Heimspielen im wahren Wortsinn. Dart-Scheiben haben alle zuhause. „Ohne ist der sportliche Erfolg nahezu unmöglich“, merkt Lucas an. Zusätzlich zu den gemeinsamen Trainings im Vereinsheim des FVB kommen bis zu zwei Stunden in den eigenen vier Wänden.
Via Web-Cam tauschten sich die Heißen Pfeile immerhin virtuell aus und erzielten Fortschritte. Bis April 2021 ging das Online-Spiel. Dann war das offizielle Training wieder frei gegeben. „Im Juni haben wir uns brutal zugeschmissen mit Freundschaftsspielen“, formuliert Lucas die zahlreichen Terminierungen unter strengsten Corona-Auflagen.
Favoriten besiegt
Die Testphase war seines Erachtens notwendig, um zu sehen, wo das Team steht und ob es überhaupt Liga spielen kann. Anders als befürchtet, klappte es beim Dart hervorragend. „Mitte Juli haben wir bei hochsommerlichen Temperaturen unsere Runde gespielt, wurden in der B-Liga Vizemeister und in der Bezirksliga Meister“, berichtet Lucas.
Den Titel holten sie von dem bisherigen Favoriten „Die Bouncer“ aus Rastatt. „Das war das Highlight der Rückrunde“, versichert der Heiße-Pfeile-Sprecher. Heftig gedrückt habe die härteste Konkurrenz, aber letztendlich den Platz mit einem Ergebnis von 11:9 freimachen müssen. Federn gelassen hat die Berghausener Mannschaft durch Corona keineswegs.
„Die Gemeinschaft ist im Gegenteil extrem gestärkt worden, was sich auf den Zusammenhalt bei den Spielen positiv ausgewirkt hat“, stellte Lucas fest. Froh ist er über die Entwicklung. Die ist nicht selbstverständlich, wie er mit Blick auf andere Bundesländer bemerkte.
Mannschaftssterben
„In Nordrhein-Westfalen sind über 200 Mannschaften durch Corona aufgelöst worden, weil die Kneipen, in denen sie trainierten, sich nicht halten konnten“, führt Lucas aus. Das nächste Ziel der Heißen Pfeile, die sich 2014 gründeten: eine Größe in der Bezirks-Oberliga werden.
Innerhalb des Teams gebe es Spieler, die sich den Weg in die Bundesliga ebnen wollen. Dankbar ist Lucas für die Top-Bedingungen, die der FVB stellt. Ihr Preisgeld aus der Bezirksmeisterschaft wollen die Pfeile-Werfer nicht behalten. Es soll den Opfern der Flutkatastrophe an der Ahr zugutekommen.
Seinen Batzen obendrauf legen wird der fünftplatzierte DC Jockey Stüble, so dass um die 800 Euro zusammenkommen.