Handball
Damen von TuS Heiligenstein überraschen
Einen kaum erwarteten zweiten Tabellenrang hinter Pfalzliga-Primus HSG Dudenhofen/Schifferstadt erreichten die Handball-Damen des TuS Heiligenstein mit Neu-Trainer Gerd Götz. Im Gespräch mit dieser Zeitung verriet der Coach die Gründe für dieses überraschende Abschneiden. Gleichzeitig blickte er bereits auf die kommende Spielrunde voraus.
Der 55-Jährige trat an, um den Mädels vorrangig Spaß an Training und Spiel zu vermitteln, Mannschaft sowie die top motivierten Handballerinnen individuell weiterzuentwickeln. Mit 14 Siegen, vier Niederlagen, 28:8 Punkten und lediglich zwei Zählern Rückstand auf Rang eins schrammte Heiligenstein nur knapp am Titelgewinn vorbei.
Weniger Niederlagen
„Es hat zwar etwas gedauert, bis die Mädels meine Spielphilosophie verinnerlicht und daran geglaubt haben. Doch als dies soweit war, haben sie die entsprechenden Vorgaben sehr gut umgesetzt“, teilte der Coach mit. Zu erkennen sei dies an den drei Niederlagen der Hinrunde gewesen, während es in der Rückrunde nur eine gab.
„Und dieses Skandalspiel bei der Spielgemeinschaft Lambsheim/Frankenthal konnten wir bei den vorliegenden Rahmenbedingungen einfach nicht gewinnen“, berichtet Götz. Die Unparteiischen hätten der besten Torschützin, Michelle Wilde, zur Halbzeit völlig zu Unrecht die Rote Karte gezeigt. Nachträglich habe der Verband diese Entscheidung auf Intervention des Vereins korrigiert und zurückgenommen.
Götz bestätigt
„An unserer knappen 23:25-Niederlage hat dies aber leider nichts mehr geändert“, so Götz. Das sehr gute Abschneiden habe ihn keineswegs überrascht, da im Team sehr viel Potenzial stecke, teilte der Übungsleiter mit. Er sehe eine tolle Stimmung bei den jungen Damen, die sich auch untereinander bestens verstehen.
Alle hätten ihre hundertprozentige Leistung abgerufen und damit zu dem ausgezeichneten Abschneiden beigetragen. Natürlich gebe es auch Akteurinnen im Team, die ein Spiel entscheiden könnten. Grundsätzlich stehe aber der Teamgedanke im Vordergrund. Götz: „Auch mir als Trainer hat die Arbeit sehr viel Freude bereitet.“
Claus wichtig
Zum Glück sei Carolin Claus als einzige Torfrau unverletzt durch die Runde gekommen und habe mit ihrer Leistung wesentlich beigetragen. „Diese Position hätte bei einem möglichen Ausfall Carolins ohne eine zweite Torhüterin zu einem Problem werden können. Derzeit sind wir auf der Suche nach einer Kader-Ergänzung, haben aber noch nicht die Richtige gefunden“, erklärte Götz.
In der Rückrunde habe das Team beim Sieg gegen den Meister die beste Saisonleistung abgerufen. Die Niederlagen gegen Hauenstein und Landau-Land in der Hinrunde seien vermeidbar gewesen und verhinderten ein noch besseres Ergebnis. Letztlich habe aber Dudenhofen/Schifferstadt mit der einen Tick besseren Besetzung und körperlicher Überlegenheit verdient den Titel gewonnen.
Lingenfeld/Schwegenheim kommt
Eine knochenharte und interessante nächste Spielrunde sieht der TuS-Trainer in der neuen Oberliga Pfalz auf die Mannschaft zukommen, da die beiden Absteiger HSG Lingenfeld/Schwegenheim und TV Wörth dazustoßen und Meister HSG Dudenhofen/Schifferstadt den Aufstieg verpasste.
Das eigene Team bleibe im Wesentlichen zusammen. Zusagen von zwei Verstärkungen liegen vor. Die bisherige Strategie mit schnellem Umschalt- und Konterspiel sowie ebenso schnellen Ballwechseln möchte der Coach beibehalten und zu noch effektiverer Spielweise weiterentwickeln. „Inzwischen haben die Mädels viel Spaß an dieser Spielidee“, stellt Götz fest.