Speyer Coronavirus: Stadt sieht keinen Anlass zur Entwarnung
Zehn Fälle sind am Mittwoch neu in die Statistik des Landesuntersuchungsamts eingegangen, 288 Speyerer gelten aktuell als erkrankt. 2377 waren es seit Beginn der Pandemie. 80 Bürger sind an oder mit dem Virus verstorben. Wegen der neuen Fälle sei die gesunkene Inzidenz „kein Anlass zur Freude“, so Lisa Eschenbach, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung beobachtet derzeit neben der Lage vor Ort auch die Diskussionen in Berlin, wo es um eine Gesetzesänderung für eine bundesweit einheitliche Notbremse geht. Ob das neue Regelungen für Speyer mit sich bringen würde, sei unklar, sagt sie. Derzeit gilt die Allgemeinverfügung der Stadt, die nach Überschreitung der Inzidenz von 100 erlassen worden war, bis vorerst 18. April.
Die Lage in der AfA
Zu den Neuinfektionen liegt der Stadt nichts Näheres vor, außer dass zwei davon bei AfA-Bewohnern entdeckt worden sind. Es handle sich um einen Neuzugang plus Kind, die schon vorab in Quarantäne gewesen seien, so Leiter Steffen Renner auf Anfrage. Die AfA sei wegen der nun 37 Corona-Fälle dazu übergegangen, diese Personen und ihre Angehörigen nicht mehr im zu eng gewordenen „Quarantänehaus“, sondern in der Sporthalle zu isolieren. Dort seien jetzt gut 40 Bewohner.
Es gehe allen Infizierten gut, betont Renner. Sie hätten sich teils mit der britischen Mutation, überwiegend aber mit dem Wildtyp des Virus infiziert. Die Fälle von 2020 dazugerechnet, habe es in der AfA an die 400 Corona-Infizierte gegeben, von denen nur zwei oder drei größere medizinische Probleme gehabt hätten. Häufig seien es sogar symptomlose Verläufe gewesen.