Speyer Corona: Städtischer Inzidenzwert rauscht auf 200er-Marke zu
Zu den Hintergründen der neuen Fälle gibt es nur teilweise Erkenntnisse. Das Gesundheitsamt beantwortet eine Anfrage nicht. Die Stadt hat von acht Neuinfektionen in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) in der früheren Kaserne Kenntnis erlangt. „Ob diese genau heute in die Statistik eingeflossen sind, können wir aber nicht mit Sicherheit sagen“, so Sprecherin Lisa Eschenbach. Die mehreren hundert AfA-Bewohner werden nicht als Speyerer Einwohner gezählt, aber als Speyerer Corona-Fälle. Die Stadt ist so bei der Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner „benachteiligt“.
Auch an weiteren Einrichtungen gebe es Corona-Fälle, sagt Eschenbach: Vier Infektionen seien von der Integrierten Gesamtschule bekannt, zwei von der Kita Schatzinsel, weitere von den Kitas Seekätzchen und St. Hedwig. Vorige Woche waren weitere Kitas und das städtische Obdachlosenwohnheim im Schlangenwühl betroffen. Dieses ist nun mit einem neuen Zaun abgesperrt worden. „Ein Großteil der Bewohner steht unter Quarantäne. Der Zugang muss beschränkt werden“, so die Sprecherin. Besuch von Ärzten oder Sozialarbeitern in Schutzkleidung sei möglich. Essen liefere die Tafel, Getränke die Stadtverwaltung.