Speyer
Christian Seitleben: Erste Instanz für Schule und Sport
Sport hat für Christian Seitleben einen hohen Stellenwert. Auch zur Schule ist er immer gerne gegangen. Insofern passt es, dass der 34-Jährige seit Februar 2022 städtischer Abteilungsleiter für den Bereich Schule und Sport ist. Ein Traumjob, wie er sagt. Privat bleibt er seiner Heimat Oberhausen-Rheinhausen verbunden. „Zu Hause fühle ich mich am wohlsten“, erklärt Seitleben. Lediglich zum Studium hat er die Stadt verlassen, in der er aufgewachsen ist und in der er seine eigene kleine Familie gegründet hat.
Fan von American Football
Mit dem noch kleinen Sohn erkundet der Abteilungsleiter die Gegend, die er kennt wie seine Westentasche. „Es gibt schöne Ecken im Ort“, betont er. Hier hat er auch seine sportlichen Wurzeln. Seitleben hat Fußball gespielt, seit er denken kann – bis zu einem Unfall, der die aktive Zeit beendet und ihn sportmäßig vor den Fernseher gezwungen hat. Im Heimatverein arbeitet er ehrenamtlich mit. „Inzwischen ist die Zeit dafür rarer geworden“, sagt er. Sein Herz gehört zudem American Football, wie an der Aufschrift seiner Büro-Kaffeetasse zu erkennen ist.
Aber auch Speyer reizt ihn nicht nur beruflich. Gearbeitet hat Seitleben hier ohnehin von Anfang an: direkt nach dem dualen Studium vier Jahre bei der Deutschen Rentenversicherung, ab 2018 dann bei der Bauverwaltung der Stadt. „Auf die Abteilungsleiterstelle habe ich mich beworben und den Zuschlag erhalten.“ Noch heute freut sich Seitleben über den beruflichen Aufstieg in die für ihn richtige Richtung. In seiner Abteilung arbeiten mehr als 30 Mitarbeiter, die sich für die Ausstattung von Schulen und Sportstätten starkmachen.
Viele Aufgaben
Er sei die erste Instanz, wenn es um Organisation, Struktur und Entwicklung im Bereich Schule und Sport gehe, beschreibt er sein Arbeitsgebiet. Dazu gehören aber genauso die großen Bereiche Schulbuchausleihe, Mittagsverpflegung, Schülerbeförderung, Schulschwimmen und Sportraumvergabe. „Langweilig wird es nicht“, sagt Seitleben, der 2023 sein Büro in den Räumen der Jugendförderung bezogen hat. „Mein Arbeitsplatz in der Innenstadt war lauter“, stellt er einen Vorteil in der Seekatzstraße 3 heraus.
Wichtig ist dem Abteilungsleiter die enge Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, dem Stadtsportverband, den Schulen und Vereinen. Bis zu 1,7 Millionen Euro stehen nach Seitlebens Angaben für für das Deutschlandticket zur Verfügung. „Kleinbusse für den Transport der Kinder der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Förderschule müssen bereitstehen und auch die Busse, die die Schüler der Förderschule im Erlich befördern“, weist er auf Aufgaben hin, die besonderer Aufmerksamkeit bedürften. Verkehrserziehung gehöre dazu, betont Seitleben.
Ruhe im Garten
Auch in die Planung von immer wieder anstehenden Schulhofsanierungen ist er eingebunden. „Meine Tage sind gefüllt“, sagt er. Dennoch ist Seitleben zufrieden mit dem, was er tut. „Es ist toll und sinnstiftend“, erklärt er. Auch der Austausch mit anderen städtischen Abteilungen sei ein großer Vorteil, sagt er. „Schulträgeraufgaben gelingen am besten, wenn alle Bereiche der Stadt daran mitwirken – Schule ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt.“ Derzeit reiche die Ausstattung, sagt der Abteilungsleiter, der seine Freizeit am liebsten mit Familie und Freunden verbringt. Im Garten und in der Natur findet er Ruhe. Am Ende des Sommers geht es mit der erweiterten Familie in den Serengeti-Park.