Speyer Christbäume sind Schnee von gestern

Weihnachten war voriges Jahr, der Christbaum im Wohnzimmer ist entsprechend Schnee von gestern. Damit der Platz dort wieder frei wird für das Beistelltischchen oder die gute alte Topfpflanze, werden am kommenden Samstag vielerorts im Speyerer Umland die ausrangierten Weihnachtsbäume abgeholt. Allein in Schwegenheim ist das Nadelgehölz noch für was gut: Dort dient es am Sonntag als Wurfgerät beim Knutfest der Schützen.
In Heiligenstein sind es die Mitglieder des Bierklubs, die am Samstag ab 8 Uhr die Weihnachtsbäume im Ortsteil einsammeln. Wer seinen Baum los werden möchte, berappt dafür 2,50 Euro. Der Erlös ist laut Organisatoren für die Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt bestimmt. Die alten Baumbesitzer sollten deshalb ein Adressschild an das gute Stück machen, damit die Abholer möglichst sofort das Geld kassieren kommen können. Davon, das Geld selbst bereits dem Baum beizulegen, wird abgeraten. Ebenfalls ab 8 Uhr unterwegs ist die Kolpingjugend am Samstag in Dudenhofen. Deren Mitglieder bitten die Bürger, ihre Christbäume für die Abholung ordentlich am Straßenrand zu deponieren. Die Kosten betragen hier drei Euro pro Baum, kassieren werden die Abholer das Geld an dem Tag an den Haustüren. In Hanhofen ist die Freiwillige Feuerwehr für die Christbaumsammlung zuständig. Die Floriansjünger starten ihre Aktion am Samstag ab 9 Uhr. Auch hier sollen die Christbäume am Straßenrand abgestellt beziehungsweise abgelegt werden. Zwei Euro kostet die Abholung eines Baumes in Hanhofen, das Geld wird ebenfalls an den Haustüren eingesammelt. Auch in Lingenfeld ist die Freiwillige Feuerwehr für die Abholung der Bäume im Ort zuständig. Wie in Hanhofen sind die Wehrleute am Samstag auch hier ab 9 Uhr unterwegs. In Mechtersheim ist ebenfalls am Samstag ab 9 Uhr die Jugendfeuerwehr unterwegs, um die Weihnachtsbäume der Bürger des Ortsteils abzuholen. Fixe Kosten für die Baumabholung gibt es hier nicht, allerdings bittet der Feuerwehrnachwuchs um eine Spende. In Harthausen sowie in Berghausen ist derweil die Katholische junge Gemeinde für die Baumabholung zuständig. Los geht es in Berghausen bereits um 8.30 Uhr, in Harthausen ist um 10 Uhr Arbeitsbeginn. Während in Berghausen um eine Spende dafür gebeten wird, sind in Harthausen pro Baum drei Euro fällig. Einen Tag später, am Sonntag, laden die Sportschützen aus Schwegenheim ab 12 Uhr zu ihrem vierten Knutfest am Schützenhaus ein. Neben einem großen Feuer gibt es dabei einen Wettbewerb im Tannenbaumweitwurf. Auch Speis und Trank kommen nicht zu kurz, neben einem Mittagessen gibt es laut Veranstalter Kaffee und Kuchen bis in die Abendstunden. Die Otterstadter und Waldseer können (oder müssen) ihren Weihnachtsbaum noch eine Woche länger bewundern. Denn in Otterstadt ist die TuRa-Fußballjugend ebenso erst am Samstag, 14. Januar, ab 9 Uhr unterwegs, um das nadelnde Grünzeug einzusammeln, wie in Waldsee die Sänger des MGV Eintracht. In Otterstadt wird um eine Spende gebeten, in Waldsee ist ein Obolus hingegen Pflicht. |län/nti/mko