Speyer Buntspecht-Wohnprojekt: Noch Fragen zur Entwässerung
40 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von 16 bis 17 Millionen Euro sollen auf der bisherigen Parkplatz-Fläche nahe der Kita Mäuseburg entstehen – für ein Projekt in dieser Größe braucht die Buntspecht-Gemeinschaft Planungssicherheit. Sie will als Genossenschaft bauen und neben den eigenen Kosten die der Mieter im Rahmen halten. Hinter dem Gemeinschaftswohnen steht ein sozialer Gedanke, zu dem gehört, dass stärkere für schwächere Bewohner eintreten.
Der Verein habe gehofft, nach einem vertiefenden Bodengutachten im März den von der Stadt in Aussicht gestellten Notartermin vereinbaren zu können, so Sprecher Peter Bauer auf Anfrage. Es geht um einen Erbbaupachtvertrag über 99 Jahre mit der Bürgerhospitalstiftung und einen städtebaulichen Vertrag mit der Stadt. Obwohl das Gutachten inzwischen vorliegt, ist es dazu bislang nicht gekommen.
Kosten unklar
„Wir haben noch mehrere Fragen, die im Gutachten nicht ausreichend beantwortet werden“, erklärt Bauer. Diese seien ganz aktuell der Stadtverwaltung vorgelegt worden. Es gehe etwa darum, ob zu erwartende Starkregenereignisse eine besondere Fundament-Ausprägung für die vier- bis fünfstöckigen Gebäude erforderten, was wiederum die Kosten erhöhen könnte. „Wir hatten uns Hinweise erhofft, wie man auf der Baustelle im Schwemmland ganz konkret ein solches Gebäude kostengünstig gründet“, so Bauer. Eine andere Frage sei, ob eine Retentionsfläche bei der Kita ertüchtigt werden müsste, wenn die Wohneinheiten dazukommen.
Gründlichkeit gehe vor Schnelligkeit, wenngleich der Mitinitiator gesteht, dass die Gemeinschaft auch aus psychischen Gründen auf eine baldige Einigung angewiesen sei. Sie hat seit vielen Jahren mit Höhen und Tiefen bei dem „Zukunftsquartier“ zu kämpfen und dadurch auch schon einige Mitstreiter verloren. Der aktuelle Kreis der Mitstreiter sei „stabil“ und es gebe Interessenten aus weiteren Bundesländern, so Bauer. Alles hänge aber von der Einigung in Speyer ab.
Gegen Isolation
Die Kostenfrage treibt den Wohnsoziologen im Verein auch grundsätzlich um. Abgesehen von der Fundament-Frage drohten hohe Kosten wegen hoher Auflagen im Wohnungsbau. Stichwort: Isolierung. „Wir bauen isolierte Häuser für isolierte Menschen“, sagt Bauer. Und isolierte Menschen seien eben nicht im Sinn der Initiatoren.