Meinung Bundeswehr statt Wohnungen: Speyer braucht Ideen, Speyer braucht Hilfe

Juni 2015: symbolträchtiger Auszug der Bundeswehr aus Speyer.
Juni 2015: symbolträchtiger Auszug der Bundeswehr aus Speyer.

Es ist bitter, wenn die Kurpfalzkaserne nicht mehr als Konversionsfläche zur Verfügung steht. Das Wehklagen wird sich trotzdem in Grenzen halten.

Bitter ist zum einen, dass das für die Stadtentwicklung so wichtige und lange ersehnte Wohn- und Gewerbegebiet nicht kommen wird. Zumindest nicht an dieser Stelle in Speyer-Nord. Sind jahrelange, richtig teure Vorarbeiten der Stadt jetzt für die Tonne? Bitter ist zum anderen der äußere Anlass für die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums: Die unsichere Weltlage erfordert es, militärische Standorte wiederzubeleben, die zuletzt nicht mehr benötigt wurden.

Wegen dieses höheren Zwecks wird sich das Wehklagen in Speyer in Grenzen halten. Die Politik wird weitgehend Verständnis zeigen. Sie muss jetzt zum Impulsgeber werden, um Alternativen für die Stadtentwicklung zu finden. Auch der Abschied der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) wird wohl hingenommen: Sie ist von der Stadtgesellschaft wegen ihrer guten Arbeit zwar geachtet, aber nicht geliebt. Am wichtigsten ist, dass die Stadt schnell weiß, woran sie ist: Speyer braucht jetzt Unterstützung und klare Auskünfte vom Bund.

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