Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Buchhandlung Oelbermann schließt in Speyer

In der Wormser Straße in Speyer: Buchhandlung Oelbermann.
In der Wormser Straße in Speyer: Buchhandlung Oelbermann.

In Speyer wird es ab dem 1. Februar eine Buchhandlung weniger geben – das Traditionsgeschäft Oelbermann in der Wormser Straße 12 schließt am 31. Januar des laufenden Jahres. „Aus Altersgründen und wegen der jetzigen Situation“, teilt Geschäftsführerin Evelyne Oelbermann auf Anfrage mit.

Die Oelbermann-Filialen in Limburgerhof und Schifferstadt „bleiben bis Mitte des Jahres geöffnet“, lässt die Ehefrau des 2019 im Alter von 63 Jahren verstorbenen Reinhard Oelbermann weiterhin wissen. Betroffen von der Schließung sind 18 Mitarbeiter, davon fünf in Speyer. Sie werden in den nach dem Januar noch betriebenen Filialen tätig sein können, so die Geschäftsführerin.

Der Verkaufsraum in Speyer ist derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Doch können telefonische Bestellungen täglich an einer in einem Schaufenster integrierten Abholstation entgegengenommen werden. Der 300 Quadratmeter große Verkaufsraum in der Innenstadt bietet eine breite Auswahl an Medien. Im oberen, für die Kunden nicht zugänglichen Stockwerk, befindet sich die Buchhaltung.

Lange Geschichte

Die Buchhandlung wurde 1949 von Wolfgang Oelbermann als Lehrmittelhaus gegründet. Daraus entwickelte sich eine Sortimentsbuchhandlung mit Lehrmittelgeschäft. Dieses hatte bis zuletzt große Bedeutung, auch weil das Unternehmen von mehreren Kommunen mit der Abwicklung der Schulbuchausleihe beauftragt war. Reinhard Oelbermann, Sohn des Firmengründers, leitete es, bis ihm seine Witwe als Geschäftsführerin folgte.

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