Speyer Briefe an die Lokalredaktion:

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Die Reaktionen der Anwohner auf das neue Parksystem in der Gommersheimer Straße in Dudenhofen sind für mich unverständlich. Zum Glück wurde endlich mal etwas unternommen, damit die Autos nicht mehr in gleicher Höhe auf der rechten und linken Straßenseite parken können und somit fast kein Durchkommen mehr möglich ist. Nun kann man auch mal ausweichen, wenn einem ein Fahrzeug entgegenkommt. Außerdem kann man nun sogar wieder auf dem Bürgersteig laufen und muss nicht auf die Fahrbahn ausweichen. Nachdem dieses neue System eingeführt ist, muss aber auch regelmäßig kontrolliert werden, ob richtig geparkt wird. Verstöße müssen dann angezeigt werden. Der größte Vorteil ist, dass die Feuerwehr oder ein Krankenwagen bei einem Einsatz sogar durch die Gommersheimer Straße kommt und somit vielleicht größeren Schaden von den Bürgern abwehren kann. (...) In der Landesbauordnung von Rheinland-Pfalz steht ausdrücklich, dass man genügend Stellplätze oder Garagen für Wohneinheiten vorhalten muss. Diese sind auf dem Grundstück, beziehungsweise sofern öffentlich-rechtlich gesichert, auf einem in zumutbarer Entfernung liegenden anderen Grundstück herzustellen. Also gehe ich davon aus, dass die Anwohner beim Bau ihrer Häuser in den vorhandenen Höfen diese Stellplätze für ihre Autos nachgewiesen haben. Wenn sie diese dann nicht nutzen können, weil sie den Platz für ihre Geschäftstätigkeit oder Ähnliches benutzen oder Garagen für eine Werkstatt, Abstell- oder Partyräume nutzen (was auch gesetzlich verboten ist), dann ist dies ein Problem jedes einzelnen und nicht der Verwaltung. Es ist schon dreist, wenn man sieht, mit welchen Mitteln verschiedene Anwohner arbeiten, um trotzdem auf der Straße parken zu können. In einer Nacht- und Nebel-Aktion mal schnell noch zusätzliche Parkplätze eingezeichnet, wird schon niemandem auffallen. Wir haben in unserer Familie drei Autos, davon steht ein Auto grundsätzlich immer in der Garage, und zwei stehen davor in der Einfahrt. Natürlich muss man sich ein wenig absprechen, wer am nächsten Morgen als Erstes wegfährt, damit man nicht unnötig umparken muss. Also: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Diese wunderschönen Gesichter erinnern mich sehr an meine Kinder und Enkel. Schön, dass es uns in Deutschland dank Kindergeld, Hartz IV und Präsidenten-Bonus so gut geht. Ihr Artikel beleuchtet aber ein viel komplexeres Thema als die leicht lösbare Wohnungsfrage: Wir sind zu viele Menschen auf der Erde, die wir sowohl durch unsere Anzahl, als auch besonders durch unseren Pro-Kopf-Verbrauch rettungslos ruinieren. Papst Franziskus spricht nicht ohne Grund das schreckliche Wort aus, dass die Erde sich auf einem suizidalen Wege befände. Im Kleinen könnten wir vom suizidalen Weg abweichen, zum Beispiel so: hohes Kindergeld fürs erste Kind, ein kleineres fürs zweite. Bei einem dritten Kind wird das kleine Kindergeld, bei einem vierten das größere gestrichen. Oder wollen wir auch diese wichtige Frage wieder der AfD überlassen? Es macht mich immer wieder sprachlos, wie konsequent wir Lehrkräfte in den Integrationskursen sowohl von der Politik, als auch von den Medien ignoriert werden. Nicht einmal in der Statistik tauchen wir als Größe auf, geschweige denn in einem Artikel. An der Volkshochschule Speyer unterrichten derzeit 25 Lehrkräfte im Fachbereich Integration – auf Honorarbasis. Unser Beruf stellt uns seit Jahren vor erhebliche Herausforderungen (die in Zukunft sicher nicht geringer werden), doch unsere prekäre Situation als Selbstständige spielt in der Öffentlichkeit überhaupt keine Rolle. „Sprache ist der Schlüssel zur Integration“, wie uns gebetsmühlenartig versichert wird, aber für unseren Stundenlohn würde sich kein Handwerker in Bewegung setzen. „Augen auf bei der Berufswahl“, lautet die Überschrift zum Artikel anlässlich des Weltlehrertages. Allen, die in Integrationskursen Deutsch unterrichten wollen, kann ich das nur empfehlen!

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