Speyer Briefe an die Lokalredaktion:

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Ob Johannesstraße/Armbruststraße, Schraudolphstraße, Paulstraße oder Schützenstraße – betroffene Anwohner stellen sich die ihnen gemeinsame Frage, inwieweit Zeitpunkt und Umfang der vorgenommenen Straßenausbaumaßnahmen im Zuge der Verlegung der Fernwärmerohre vor allem politisch motiviert sind. Unbestritten sind die Stadtwerke ein Hauptnutznießer der Maßnahmen, indem sie durch den kontinuierlichen Ausbau des Fernwärmenetzes die eigene Wirtschaftlichkeit erhöhen. Eine sachgerechte Kostenbeteiligung der Stadtwerke ist einzufordern. Im Falle der jüngsten Baumaßnahme Armbruststraße/Johannesstraße/Große Himmelsgasse beträgt diese jedoch nur unter zwölf Prozent – nämlich 150.000 Euro von insgesamt 1,3 Millionen Euro Aufwendungen. Betrachtet man sich vor Ort den für die Verlegung der Stadtwerksleitungen notwendigen Aushub, darf daran gezweifelt werden, ob die von der Stadtverwaltung festgelegte Lastenverteilung dem tatsächlichen, originär durch die Stadtwerke verursachten Aufwand entspricht. Der Oberbürgermeister wischt derartige Nachfragen, die sich auf eine gerechte Kostenverteilung beziehen, barsch beiseite. Zugleich ist darauf hinzuweisen, dass er als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke als eine 100-prozentige Tochter der Stadt Speyer in seiner Einschätzung sicherlich keine neutrale Instanz sein kann. Die Angelegenheit geht weit über die Einzelinteressen der betroffenen Anwohner hinaus und hat auch eine bedeutende finanzpolitische und auch ordnungspolitische Dimension, geht es doch um die Verwendung von Steuermitteln und die Frage nach einer ungerechtfertigten Quersubventionierung eines kommunalen Betriebes zu Lasten privater Anbieter. Deshalb wäre die Stadt gut beraten, mit Hilfe eines neutralen Sachverständigen in einem formellen Mediationsverfahren mit allen Betroffenen gemeinsam eine angemessene Kostenbeteiligung der Stadtwerke zu bestimmen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz sollte eingebunden werden. Nur so scheint es möglich, dass die Stadt jenseits juristischer Winkelzüge ihre Glaubwürdigkeit wiederherstellt. Als Mutter, Erzieherin seit 1977 und Tagesmutter des Stadtjugendamtes Speyer seit 2003 betreue ich (fast an der Rentnergrenze) täglich Kinder verschiedenen Alters, Lebenssituationen und Bedürfnissen. Immer ist einer der „Dreh- und Angelpunkte“ für uns alle der Spielplatz des Normand-Geländes, bei jedem Wetter. Regeln geben die Grundlage des Miteinanders von Anwohnern und Nutzern des Areals. Das ist gut so. So kann ich mich nur dem Leserbrief von Ute Wüst uneingeschränkt anschließen, da ich immer wieder diese zauberhaften Begegnungen zwischen „Ganz alt und krank“ und ganz klein und lebendig erleben darf. Nicht nur „ein zauberhaftes Lächeln im Gesicht der Eltern“, sondern ein Erinnern an ihre Kindheit und vielfache Erzählungen aus einem langen Leben beschäftigen Jung und Alt, und die Neugier der Kinder ist wie Salz für das Leben so manches Seniors. Ein Streicheln über den Kinderkopf begleitet dies! Ich werde dabei still und unsichtbar und bin froh, dass das nicht nur Zufälle zu sein brauchen, die dieses Band festigen, sondern eine Kita diese wunderschönen Begegnungen festigen und jeden Tag erlebbar machen kann für die, die glücklich darüber sind, dass Gott uns noch die Kinder als „Botschafter des Lebens schenkt“. Es ist oft „meine“ Generation, die sich daran stört, dass Leben laut und lebendig ist und meint, sich davon erholen zu müssen. Das ist gut so. Erholung lässt ruhig werden – doch Leben, wie das der Kinder, ist ein Segen für die Menschheit (...). Es ist beides wichtig, nahe bei sich zu haben: das Leben und das Sterben. Sie gehören zusammen. Alles gehört in Gottes Sinn zusammen – auch, wenn dies aus der „Mode“ gerät, ist und bleibt nur das „Jesus-Gleichnis“ im Neuen Testament als einziges wichtig: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehrtet ihnen nicht, denn ihnen ist das Himmelreich.“ Gottlob, dass es noch Kinder und gute Kitas gibt – mitten im Werden und Gehen. Denn da gehören sie hin. Da ist der richtige Platz. Wir sind eine Gruppe von älter gewordenen Menschen, die im Seniorengerechten Wohnen in der Rulandstraße betreut durch die Evangelische Diakonissenanstalt Speyer bisher ruhig, glücklich und zufrieden lebten. Das Anlegen eines großen Spielplatzes vor unseren Fenstern und Balkonen durch die Stadt Speyer hat diesen Frieden bereits seit 2011 erheblich beeinträchtigt. Aber was die Stadt Speyer jetzt will, erfüllt uns mit Angst vor der Zukunft. Gemeint ist die Planung einer sehr großen Kita in der Reithalle mit zunächst 160 und später noch mehr Kindern. Der Abstand zum Freigelände der Kita von unseren Balkonen wird weniger als 20 Meter betragen. Der zu erwartende, den ganzen Tag andauernde Lärm, lässt uns schon jetzt verzweifeln. Wir plagen uns mit Umzugsgedanken, denn das Wohnen auf den Balkonen und das bisher täglich mehrmalige, ungestörte Hinlegen und Ausruhen wird dann nicht mehr möglich sein. Warum spricht die Stadt nicht mit uns und macht sich vor Ort kundig? Weil wir alt und abgeschrieben sind? Es ist zum Verzweifeln, aber aus der Welt schaffen können wir uns ja auch nicht. Wir können nur noch resignieren, daher bitten wir, die Reithalle anderweitig zu verwenden. Mit großem Interesse habe ich die Reaktion auf meinen Leserbrief zur Kenntnis genommen. Leider muss ich Herrn Weisshaupt enttäuschen! Weder bin ich bei der Polizei noch bei einer vergleichsweisen Behörde beschäftigt (...). Auch kenne ich weder in meinem Umfeld noch in meinem Freundeskreis irgendjemanden, der von der Polizei wäre. Es berührt auch mich mit Unbehagen, wenn Bürger, die Verständnis für polizeiliche Maßnahmen haben, sofort verdächtigt werden, mit der Polizei verstrickt oder von ihr selbst zu sein. (...) Für mich ist es auch nicht nachvollziehbar, wie man von einem polizeilichen Übergriff schreiben kann, wenn unmittelbar davor ein bewaffneter Raubüberfall auf eine Bank stattgefunden hat. Wie gefährlich der Polizeidienst auch in unserer Region ist, nicht nur in Frankfurt, erfährt man regelmäßig bei der Zeitungslektüre der RHEINPFALZ. Zur Erinnerung die Vorfälle letztes Wochenende in Schifferstadt mit drei verletzten Beamten ... Nach einem Gespräch über die neue rotäugige Kirschessigfliege, über die die RHEINPFALZ berichtet hat, trug ich im ,,Storchenpark“ Post aus. Eine Altersheim-Bewohnerin sah nach, wer ihr geschrieben hat. Sie zeigte mir einen „Bank-Scheck“ und fragte „Was ist das? Habe ich Geld gewonnen?“ Heute berichten die RHEINPFALZ und die Polizei von einigen ähnlichen Zusendungen in Speyer und Umgebung. Bitte fragen Sie im Altersheim nach, wer noch solche Schwindel-Papiere im Briefkasten zugesandt fand. Der Frau sagte ich, dass ich dieses Papier unter „Betrug“ einstufe. Heute, am 20. August, steht die gleiche Einstufung von der Polizei in der RHEINPFALZ. Fazit: „Zeitungsleser wissen mehr“ – das schrieb ich schon in Tageszeitungen in Nairobi, Kenia – von 1981 bis 1999.

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